Täter soll Beweismittel im Wald verbrannt haben

BVB-Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Bus von Borussia Dortmund könnte der mutmaßliche Täter Beweismittel in einem Waldstück in der Nähe des Team-Hotels verbrannt haben. Das berichtet "Der Spiegel". Auf einer 20 Quadratmeter großen Brandstelle hätten Reste eines Fernglases, einer Taschenlampe sowie Batterien, Kabel und Arbeitschuhe gelegen.

DORTMUND

03.06.2017, 12:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Täter soll Beweismittel im Wald verbrannt haben

Bilder zu den Explosionen am BVB-Bus in Dortmund-Höchsten sowie aus dem Signal Iduna Park.

Die Beamten vermuten demnach, dass der 28-jährige Tatverdächtige aus Rottenburg in Baden-Württemberg diese Gegenstände bei dem Anschlag benutzt haben könnte und mit dem Feuer Fingerabdrücke und DNA-Spuren vernichten wollte. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte am Samstag die vom „Spiegel“ berichtete Vermutung und auch die Tatsache, dass Kriminaltechniker keine DNA-Spuren an den Gegenständen fanden.

Der Deutsch-Russe bestreitet bislang eine Beteiligung an dem Attentat auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Dabei waren am 11. April Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Das Spiel gegen den AS Monaco in der Champions-League, zu der die Mannschaft unterwegs war, wurde an dem Abend abgesagt und einen Tag später nachgeholt. Die Ermittler halten den 28-Jährigen für den Täter. Er soll die Sprengsätze gezündet haben, um mit Kursverlusten der BVB-Aktie an der Börse große Gewinne zu machen.

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von dpa

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