Tag des offenen Denkmals in Aplerbeck: Coole Grafiken treffen auf historische Figuren

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Coole Grafiken gibt es ab Sonntag im Haus Rodenberg in Aplerbeck zu sehen. Die Beste von ihnen prangt auf der Broschüre zum Tag des offenen Denkmals.

Aplerbeck

, 04.09.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn das keine Auszeichnung ist: Das Motiv, das auf der offiziellen Broschüre für den Tag des offenen Denkmals zu sehen ist, hat eine Schülerin des Fritz-Henßler-Berufskollegs gestaltet.

Michaela Schaffrat ist in der Jahrgangsstufe 13 im Bildungsgang Gestaltungstechnische Assistentin und hat sich gegen ihre „Schulkonkurrenz“ durchgesetzt.

50 Schülerinnen und Schüler waren an dem Wettbewerb um die Gestaltung des Titels der Denkmal-Broschüre beteiligt. Auftraggeberin war die Denkmalbehörde der Stadt Dortmund. Und weil Michaela Schaffrat die Jury überzeugen konnte, ist ihr Werk jetzt auf tausenden von Broschüren zu sehen.

Keine Preise aber jede Menge Anerkennung

„Preise gab es dafür nicht“, sagt Michaela Schaffrat. „Das war alles für die Ehre“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Aber es gab jede Menge Anerkennung und zusätzlich eine gute Note. Die gab es sozusagen als Sahnehäubchen für die gelungene Arbeit. Und nicht für die Siegergrafik sondern auch für weitere. „Es sind tolle Arbeiten und es wäre Schade gewesen, die Werke nicht einmal auszustellen“, sagt Anette Göke von der Volkshochschule (VHS).

Vernissage am Sonntag um 14 Uhr

Darum gibt es ab Sonntag (8. September) eine Ausstellung im Wasserschloss Haus Rodenberg und dem Schloss-Café, in denen rund 20 verschiede Grafiken zum Denkmal-Thema „Moderne: Umbrüche in Kunst und Architektur“ zu sehen sind. Die Vernissage beginnt am Sonntag um 11 Uhr. Die Werke werden in den Räumen der VHS in der oberen Etage und im Schloss-Cafe ausgestellt sein.

Tag des offenen Denkmals in Aplerbeck: Coole Grafiken treffen auf historische Figuren

Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs mit den Grafikvorschlägen für die Broschüre für den Tag des Denkmals. © Bauerfeld, Jörg

Aber wie lief denn überhaupt die Auswahl für die Siegergrafik? „Zunächst hat ein umfangreiches Briefing stattgefunden“, sagt Frank Damm, Lehrer am Berufskolleg, der zusammen mit seiner Kollegin Nicole Kötter die Schülerinnen und Schüler betreut.

Dann geht es in die Entwicklung, kleine Skizzen und irgendwann eine Vorentscheidung. Zwei Monate haben die Schülerinnen und Schüler für die Entwürfe gebraucht. Am Ende hatten Dr. Henriette Brink-Kloke, Leiterin der Denkmalbehörde, und Stefan Nies vom Büro von Geschichte die Qual der Wahl

„Die Ausstellungseröffnung zum Tag des offenen Denkmals ist etwas Besonderes. Hier zeigt sich, wie gut moderne Kunst und historische Architektur zusammenpassen“, sagt Anette Göke.

Göke ist stolz auf die Ausstellung, zumal die Bilder sehr vielschichtig sind. „Das wäre doch eine Schande, wenn diese Werke nicht zu sehen gewesen wären“, sagt sie.

Nicht nur Grafiken, auch historische Kostüme

Das Haus Rodenberg ist am Sonntag (8. September) von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Um 15 und um 17 Uhr gibt es historische Führungen im alten Wasserschloss.

Anette Göke, ihr Mann und die Betreiber des Schloss-Cafés, Jörg Wiedelmann und Heike Koch, zwängen sich in historische Kostüme aus dem Jahr 1698 und werden Führungen anbieten. Treffpunkt dafür ist der Uhrenturm.

„Wir werden den Besuchern vermitteln, wie es hier damals ausgesehen hat. Die Leute müssen Fantasie mitbringen“, sagt Wiedelmann.

Auf dem Vorplatz wird eine 10-köpfige Stadtwache in Rüstungen und Kostümen für Unterhaltung sorgen. Auch Zinngießer werden vor Ort sein und ihr altes Handwerk zeigen. Der Biergarten des Schloß-Cafés wird ebenfalls geöffnet sein. Und wer am Tag des Denkmals keine Zeit hat, sich die Grafiken der Schülerinnen und Schüler anzuschauen, der hat noch Zeit bis zum 9. November (Samstag).

infos zum Denkmaltag in Aplerbeck

WEITERe FÜNF STATIONEN

  • Aplerbecker Amtshaus: Hier gibt es die Sonderausstellung mit „Brief und Siegel“. Jahrhunderte alte Urkunden aus dem Haus Sölde, die so manche „Schacherei“ um Land aus der Zeit vom 14. bis ins 19. Jahrhundert belegt. Der große Saal (1.Etage, Amtshaus am Aplerbecker Markt) ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Präsentiert werden über 20 der historischen Urkunden inklusive der dazugehörigen Siegel vom Aplerbecker Geschichtsverein. Aplerbeck, Aplerbecker Marktplatz.
  • Steigerturm in Berghofen: 1914 ist das alte Feuerwehrgerätehaus mitten in Berghofen errichtet worden – jetzt wird es bald zu einem kulturellen Treffpunkt umgebaut. Zum Tag des offenen Denkmals hat sich der Verein „Unsere Mitte Steigerturm“ etwas ganz Besonderes ausgedacht. Von 11 bis 17 Uhr kann mit ehemaligen Feuerwehrleuten geplauscht und Fotos mit der preußischen „Pickelhaube“ gemacht werden. Es gibt einen Bücherbasar, die Umbaupläne werden präsentiert und es gibt ein großes Angebot für Kinder. Berghofen, Berghofer Schulstraße 12.
  • Kreuzkirche Berghofen: Raritäten der Kammermusik bietet der Heimatverein Berghofen den Besuchern der Kreuzkirche am Fasanenweg. Das Konzert beginnt am Sonntag (8. September) um 15.30 Uhr. Die Kirche ist ab 15 Uhr geöffnet. Für Fragen zum Kirchbau oder für Kirchenführungen steht Cornelia Konter bereit. Berghofen, Fasanenweg 15.
  • Große Kirche: Passend zum 150. Geburtstag öffnet auch die Große Kirche ihre Türen. Von 10.30 Uhr bis 17 Uhr ist das Gotteshaus geöffnet, ab 12 Uhr gibt es Führungen durch Mitglieder des Fördervereins Große Kirche und Georgskirche jeweils zur vollen Stunde. Aplerbeck, Märtmannstraße 13.
  • Die Nathmerichstraße: Ungewöhnlich, dass eine Straße am Tag des offenen Denkmals mit dabei ist. Die Nathmerichstraße ist aber durchaus sehenswert. Hier gibt es am Sonntag (8. September) von 11 bis 16 Uhr Führungen entlang eines Teilabschnittes. Mitglieder der Stiftung „Natur in Kultur für Sölde“ erläutern die Baugeschichte entlang der Straße. Sölde, Nathmerichstraße / Ecke Sölder Straße.

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