Tatort Hafen: Mutmaßliches Dealer-Duo soll kiloweise Rauschgift eingeschmuggelt haben

mlzGerichtsprozess

Haschisch, Kokain, Amphetamine: Zwei mutmaßliche Schwergewichte der Drogendealer-Szene stehen in Bochum vor Gericht. Einer der Hauptumschlagplätze lag laut Anklage am Dortmunder Hafen.

Dortmund, Bochum

, 14.01.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anklageschrift gegen die 26 und 29 Jahre alten Männer ist ein echtes Pfund: Es geht um 20 Kilo Haschisch, zwei Kilo Kokain, fünf Liter Amphetaminöl und organisierten Schmuggel. Beide Angeklagte sitzen nach ihren Festnahmen im Juli 2018 am Dortmunder Hafen in Untersuchungs-Haft.

Zum Prozessauftakt vor der 9. Strafkammer des Bochumer Landgericht wollte sich das mutmaßliche Dealer-Duo am Montag noch nicht äußern. Der Dortmunder Verteidiger Lutz Pinner, der den 29-jährigen Hauptangeklagten aus Recklinghausen vertritt, kündigte allerdings bereits für den kommenden Prozesstag eine Erklärung seines Mandanten an.

Kokaindeals am Dortmunder Hafen

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, spätestens seit dem Sommer 2017 regelmäßig große Mengen Rauschgift (Haschisch, Amphetamine und Kokain) über die niederländisch-deutsche Grenze eingeschmuggelt zu haben. Mindestens zwei Kilogramm Kokain soll der 29-jährige Angeklagte im Sommer 2017 vom Dortmunder Hafen aus weiterverkauft haben.

Im März 2018 soll der 29-jährige Angeklagte mit einem Komplizen in einem Pkw nach Amsterdam gefahren und dort fast 20 Kilogramm Haschisch von einem Verkäufer mit dem Spitznamen "Maroc" eingekauft haben. Der 26-jährige Mitangeklagte soll seinen Freund mitsamt der "Ware" anschließend mit einem Audi in den Niederlanden abgeholt haben. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Dortmund soll das Haschisch zwei Tage später mit dem Pkw zum Weiterverkauf nach (Helsingborg) Schweden transportiert worden sein.

Urteil frühestens am 21. Februar

Wie bekannt wurde, gehen große Teile der Vorwürfe gegen die Angeklagten auf die Aussage eines sogenannten "Kronzeugen" zurück.

Den Angeklagten drohen im Falle der Verurteilung wegen Drogenschmuggels mehrjährige, empfindliche Gefängnisstrafen. Für den Prozess sind vorerst noch drei weitere Verhandlungstage anberaumt. Ein Urteil fällt – Stand jetzt – frühestens am 21. Februar.

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