Zu einer Demonstration von „Bikers for Freedom“ im Juli 2020 waren rund 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gekommen. © Oliver Schaper (A)
Großdemo

Tausende Motorradfahrer wollen in Dortmund und Lünen demonstrieren

Für Sonntag ist eine Großdemo von Motorradfahrern in Dortmund und Lünen angekündigt. Tausende Biker wollen mit einem Korso stundenlang über mehrere Hauptstraßen demonstrieren – es kommt zu Sperrungen.

An einer Motorrad-Demonstration in Dortmund und Lünen am Sonntag (1.8.) sollen laut deren Veranstalter 3000 Personen teilnehmen. Die Großdemonstration ist als Korso geplant, der stundenlang über mehrere wichtige Hauptstraßen führen soll. Die Demo richtet sich gegen Verbote und Einschränkungen für Motorradfahrer und -fahrerinnen.

Gegen Einschränkungen für Motorradfahrer

„Es gibt aktuell verschiedene Bestrebungen, das Motorradfahren einzuschränken“, erklärt Carsten Janckowski. Der von ihm mitgegründete Verein „Kilometerfresser“ richtet die Demonstration zusammen mit „Bikers for Freedom“ und dem Bundesverband der Motorradfahrer aus.

Als Beispiele für Maßnahmen, die sich gezielt gegen Motorradfahrer und -fahrerinnen richten, nennt Janckowski zum Beispiel Wochenendfahrverbote oder spezielle Geschwindigkeitsbegrenzungen. „Das Motorrad ist kein reines Freizeitgerät“, betont Janckowski.

Über den Dortmunder Westen bis nach Lünen

Während der Demonstration ist entlang der etwa 40 Kilometer langen Strecke mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Die Polizei werde den Korso über den gesamten Weg begleiten. Dafür würden zeitweise auch Straßen gesperrt.

Die Route der Motorradfahrer und -fahrerinnen beginnt auf dem Parkplatz E2 zwischen Ruhrallee und Ardeystraße. Gegen 11 Uhr soll der Korso dort aufbrechen. Über die Hohe Straße, den Wall und die Rheinische Straße und die Heinrich-August-Schulte-Straße geht es zunächst in den Dortmunder Westen.

Von dort führt der geplante Weg der Demo über die Huckarder Straße, Emscherallee und die Königsheide nach Lünen Brambauer. An der Ecke Brambauerstraße und Meininghauser Straße soll eine Gedenkminute eingelegt werden für verunglückte Motorradfahrer und – neu in das Programm aufgenommen – die Opfer der Flutkatastrophe.

Weg zurück führt über zwei Bundesstraßen

Über die B236 führt die geplante Route in den Dortmunder Norden. Dort soll es über die Brackeler Straße, die Flughafenstraße und die Leni-Rommel-Straße auf die B1 gehen. Dieser soll der Korso dann bis zurück zu seinem Ausgangspunkt nahe den Westfalenhallen folgen. Etwa vier Stunden werde die Demo dauern, so Janckowski.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen seien angehalten, keinen unnötigen Lärm, zum Beispiel durch hohe Drehzahlen oder Burnouts (das Durchdrehenlassen der Reifen) zu erzeugen. Lautsprecherdurchsagen werde es ebenfalls keine geben. „Wir wollen ein Miteinander, kein Gegeneinander“, betont Carsten Janckowski.

Neben der Großdemonstration in Dortmund sind ähnliche Veranstaltungen in Frankfurt, München, Hamburg und weiteren Städten angemeldet.

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch

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