Tempo für den U-Turm

DORTMUND Erst gestern Morgen war sein Flieger in Frankfurt gelandet. Aus Bahrein. Kein Weihnachtsurlaub, sondern eine Dienstreise für Prof. Dr. Eckhard Gerber. Denn sein Büro ist inzwischen auch international gut vertreten und trägt den Namen Dortmund in alle Welt. Sicherlich mit ein Grund, warum der bekannteste Dortmunder Architekt heute mit dem City-Ring ausgezeichnet wird.

von Von Oliver Volmerich

, 08.01.2008, 19:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Thema dürfte bei der heutigen Preisverleihung im Industrieclub im Mittelpunkt stehen: das Dortmunder U. Denn das Büro Gerber (Harenberg-Haus, RWE-Turm) ist mit der Umbau-Planung beauftragt – und kann nach den jüngsten Signalen aus der Staatskanzlei bald endlich mit der Detailplanung starten.

Trotz der Verzögerung im Streit um die Landes- und EU-Förderung ist Prof. Gerber weiterhin optimistisch, den Umbau des alten Brauerei-Gebäudes zu einem Kreativzentrum bis zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 realisieren zu können. Dort soll der U-Turm eines der Aushängeschilder für das neue Ruhrgebiet sein. „Wir werden alles daran setzen, dass wir das schaffen. Da müssen sich alle disziplinieren“, fordert der Architekt. „Noch passt es zeitlich zueinander.“

Gerber drückt dabei ganz bewusst aufs Tempo: Wichtig sei, schon zu Beginn des Kulturhauptstadt-Jahres mit dem U-Turm als Projekt präsent zu sein, erklärt er im Interview mit den Ruhr Nachrichten. Denn er ist von der Strahlkraft des Projekts fest überzeigt. „Mit dem U bekommt Dortmund weltweite Anerkennung. Nicht nur wegen der Nutzung, sondern weil das Gebäude gewissermaßen eine Ikone der Baukunst ist“, stellt Gerber fest.

Berichten kann der Architekt bei dem Empfang aber auch von weltweiten Aktivitäten seines Büros. Großes Aufsehen hat Gerber zuletzt mit den Planungen für den „Energy Tower“ erregt – einen 322 Meter hohen Büroturm in Bahrein am Persischen Golf. Er soll das erste Null-Energie-Hochhaus der Welt werden. „Die benötigte Energie wird komplett von dem Gebäude selbst produziert – über Sonne, Wasser und Wind“, erläutert Gerber.

Das 250-Millionen-Projekt soll mit Hilfe eines heimischen Investors in den nächsten drei Jahren realisiert werden, mit dem das Büro Gerber in Bahrein in den vergangenen Tagen ein gemeinsames Unternehmen gegründet hat. Auch ein Stück Dortmunder Kreativwirtschaft …

Das Interview mit Prof. Eckhard Gerber lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Dortmunder Lokalteil.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt