Schilder weisen am Impfzentrum in Hörde auf geänderte Öffnungszeiten hin. Zahlreichen Menschen ist dies aber nicht mitgeteilt worden, obwohl sie für vormittags Termine hatten. © Kevin Kindel
Meinung

Termin-Schlamperei am Impfzentrum: Das könnt ihr den Leuten nicht antun!

Zahlreiche Menschen standen trotz Terminen vor einem verschlossenen Impfzentrum. Unser Autor meint: So geht‘s nun wirklich nicht. Eine Entschädigung ist fällig. Wenigstens eine kleine.

Etliche Personen standen trotz Terminen vor einem verschlossenen Impfzentrum. Für die Betroffenen, die sich teils aufwendig den Vormittag freigehalten haben, ist das ein riesiges Ärgernis – und ein weiterer dicker Kratzer im Image der Impfkampagne. Diesmal wurde er nicht in Berlin verursacht, sondern direkt vor Ort: von den Organisatoren in Dortmund.

Die offenbar nicht vernünftig und sicher verschobenen Termine entsprechen in etwa einer spontanen Ansage im Krankenhaus: „Übrigens, Ihre Operation machen wir heute doch nicht. Hat Ihnen das niemand gesagt?“

Man stelle sich vor, als Bürger würde man so eine Verabredung nicht einhalten, etwa nicht zum gebuchten Termin bei den Bürgerdiensten erscheinen. Womöglich erst Wochen später hätte man eine neue Chance.

Eine Entschädigung ist angebracht

Betroffen sind Gesprächen vor Ort zufolge viele Dortmunder, die sich schnellstmöglich impfen lassen wollten – und sich im Mai um den Astrazeneca-Impfstoff bemüht haben. Für sie passt dieser Fauxpas nach zwei „Astra“-Stopps und Kreuzimpfungs-Verwirrung ins Bild: Ständig ist irgendwas Neues mit dieser Impfkampagne…

Auch wenn verschiedene Stellen für die Probleme der vergangenen Monate verantwortlich sind: Viele Bürger sehen nur einen weiteren Fehler des Systems, das für gesundheitliche Sicherheit sorgen soll. Die jetzt Betroffenen haben neben einer Entschuldigung der Zuständigen vor Ort eine Entschädigung verdient. Und wenn es nur ein kostenloser Zoo-Besuch ist.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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