Mehrere Menschen in Dortmund haben derzeit auf unterschiedlichen Wegen die Möglichkeit einen Impftermin zu bekommen. Nicht wahrgenommene Termine sollten abgesagt werden, rät die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe. © Marcus Land (Archivbild)
Coronaschutzimpfung

Termine im Impfzentrum wieder absagen: So geht‘s richtig

Viele Menschen versuchen gerade auf unterschiedlichen Wegen gleichzeitig an einen Termin für eine Impfung gegen das Coronavirus zu kommen. Das führt zu einem neuen Problem.

Die Impfreihenfolge löst sich nach und nach auf, die Zahl der Berechtigten ist zuletzt gestiegen. Immer mehr Menschen versuchen deshalb auf unterschiedlichen Wegen an einen Impftermin zu kommen. Viele buchen einen Termin im Impfzentrum, fragen aber gleichzeitig bei ihrem Hausarzt an oder werden kurzfristig über einen freien Termin informiert.

Wer einen Termin nicht wahrnehmen kann, sollte diesen unbedingt absagen. Doch das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört.

KVWL-Sprecherin: „Man nimmt anderen Termine weg.“

Vanessa Pudlo, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die für den medizinischen Betrieb im Impfzentrum Phoenix-West zuständig ist, sagt: „Wir stellen in den vergangenen Wochen verstärkt fest, dass Termine nicht abgesagt werden. Das ist ärgerlich für die Impfzentren, die dann nochmal umplanen und die Dosen anders einsetzen müssen.“

Der „Appell“ der Vereinigung der Kassenärzte laute deshalb abzusagen, „weil man sonst damit Ressourcen blockiert“. Vanessa Pudlo: „Man nimmt anderen Termine weg und es bedeutet einen zusätzlichen Aufwand für die Mitarbeiter vor Ort.“

Die Dortmunderin Birgit Seebauer schreibt dieser Redaktion, dass sie am 15. Mai einen Termin im Impfzentrum Phoenix-West hatte. Über ihren Hausarzt habe sich jedoch die Gelegenheit ergeben, bereits vorher, am Mittwoch (6.5.) die erste Impfdosis zu erhalten.

Dortmunderin kam bei der Hotline des Impfzentrums nicht durch

Birgit Seebauer wollte alles richtig machen und den Termin für den 15. Mai absagen. Dies sei aber ihr aber nicht gelungen, schreibt sie.

Ihr Bericht: „Ich wollte offiziell den anberaumten Termin im Impfzentrum stornieren. Versuchte es telefonisch unter der Rufnummer 116117. Besetzt. Endlich ein Durchkommen zu einer Ansage. Ich klickte mich ein. Wählen Sie die 1, die 2, die 3 … Ich hörte mir alle Frage-Möglichkeiten an. Eine Stornierung ist aber offenbar nicht im Programm vorgesehen.“

Bei der Kassenärztlichen Vereinigung sei sie ebenfalls telefonisch nicht weitergekommen. Sie habe mit weiteren Personen gesprochen, die ebenfalls Probleme hatten, einen Termin zu stornieren. Die Dortmunderin fragt sich: „Gibt es dafür einen speziellen Plan – oder stellt man sich einfach tot, meldet sich nicht und hofft, dass es O.K. ist?“

KVWL: Absage im Gespräch mit Mitarbeiter oder über das Benutzerkonto

Laut KVWL-Sprecherin Vanessa Pudlo sei es selbstverständlich sowohl telefonisch als auch über das elektronische Buchungsportal möglich, Termine abzusagen.

„Telefonisch sollte man die Option wählen, sich mit einem Mitarbeiter verbinden zu lassen. Wer sich online registriert hat, kann sich mit Passwort in sein Benutzerkonto einloggen und die Termine verwalten“, sagt Pudlo.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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