Thier-Galerie: Die Mäuse sind noch da - wieder Geschäfte geschlossen

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Die Mäuse in der Thier-Galerie beschäftigen weiterhin die Lebensmittelkontrolleure der Stadt Dortmund. Am Montag mussten wieder Geschäfte schließen. Stadt und Thier-Galerie sind sich uneinig.

Dortmund

, 19.11.2019, 05:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Nachkontrollen durch das Ordnungsamt sind am Montag (18.11.) erneut Spuren von Mäusen in Lebensmittelgeschäften in der Thier-Galerie gefunden worden. Das teilt Stadtsprecher Maximilian Löcher auf Anfrage dieser Redaktion mit. Das Ordnungsamt hatte die regelmäßigen Nachkontrollen nach dem ersten Schädlingsbefund am 30. Oktober angekündigt.

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Sieben Lebensmittelkontrolleure waren nach Angaben von Maximilian Löchter zu Wochenbeginn in sämtlichen Lebensmittelbetrieben unterwegs. Dabei wurden Kot- und Nagespuren an Zwischendecken gefunden. „Acht Betriebe haben vorübergehend geschlossen und Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sowie Ausbesserungen der Zwischendecken vorgenommen“, sagt der Stadtsprecher.

Center-Manager und Ordnungsamt treffen unterschiedliche Aussagen

Nach erneuter Kontrolle hätten die Betriebe wieder öffnen können. „Eine Besserung der Gesamtsituation seit der letzten großen Kontrollaktion am 11. November war leider nicht zu verzeichnen“, sagt Maximilian Löchter.

Diese Aussage irritiert Center-Leiter Markus Haas. Nach seinem Stand von Montagmorgen habe sich die Situation insgesamt verbessert. Bei den Nachkontrollen am Montagmorgen wären zudem nur drei Betriebe betroffen gewesen, von denen zwei zur Öffnungszeit der Thier-Galerie schon wieder freigegeben gewesen seien.

„Wir haben seit den ersten Gesprächen jede Nacht Schädlingsbekämpfer vor Ort. Es werden Tiere über Nacht gefangen“, sagt Markus Haas. „Es wird sich merklich bessern.“ Aber das Problem lasse sich nicht innerhalb kurzer Zeit lösen. Man investiere mittlerweile einen sechsstelligen Betrag in die Schädlingsbekämpfung.

Das sind die nächsten Schritte

Maximilian Löchter kennzeichnet notwendige Schritte aus Sicht des Ordnungsamts so: „Das Gebäude soll umfassend auf mögliche Zugangswege für Mäuse kontrolliert und diese sollen unzugänglich gemacht werden. Auch im Inneren sollen sämtliche Löcher und Spalten, etwa in Reklametafeln und Sitzgelegenheiten, abgedichtet werden.“

Die Eingänge Martinstraße und Potgasse werden künftig erst um 8 Uhr geöffnet. Der Grund dafür ist mehr Tageslicht, das die Mäuse davon abhält, durch die geöffneten Türen ins warme Innere zu schlüpfen.

Die Bauarbeiten an der Martinstraße sind nach mehreren Monaten mittlerweile weitgehend abgeschlossen. Es war vermutet worden, dass die Tiefbauarbeiten die Tiere aufgeschreckt haben könnten.

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Spuren von Mäusen und Ratten sind nach allgemeiner Einschätzung unvermeidliche Begleiterscheinungen einer Großstadt. In der Innenstadt gibt es nach Aussage der Stadt im Moment aber keine weiteren besonders auffälligen Bereiche.

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