Thor-Steinar-Laden: So reagiert die Stadt Dortmund

Brüderweg

Die Eröffnung eines Ladens der Modemarke Thor Steinar sorgt für viele Diskussionen - bisher vor allem in der virtuellen Welt. Die Stadt Dortmund hat sich zur Sache geäußert.

Dortmund

, 31.08.2019, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thor-Steinar-Laden: So reagiert die Stadt Dortmund

Der Laden befindet sich im Osten der Dortmunder Innenstadt. © Marie Ahlers

Am Brüderweg hatte am Donnerstag ein Tonsberg-Shop eröffnet, der zur Marke Thor Steinar gehört. Die Kleidung der Marke ist unter Neonazis sehr beliebt und dient als identitätsstiftendes Symbol. Zudem gibt es Berichte, dass die Firmengründer Verbindungen in die rechte Szene haben.

Das neue Geschäft hat bereits Protest ausgelöst. Für den 2.9. (Montag) ist eine Demonstration am Brüderweg angekündigt. In mehreren anderen Städten gab es in der Vergangenheit viele Aktionen gegen die Thor-Steinar-Geschäfte.

Stadt Dortmund: „Alle zuständigen Ämter sind eingeschaltet.“

Die Stadt Dortmund hat sich am Freitagabend (30.8.) via Twitter zu der Sache geäußert. Dort antwortet sie mehreren Nutzern: „Danke für eure zahlreichen Hinweise! Die zuständigen Ämter sind eingeschaltet und gegen die missbräuchliche Nutzung des Stadtwappens wird bereits vorgegangen. Dortmund ist eine tolerante, vielfältige und weltoffene Stadt.“

In Ankündigungen der Ladeneröffnung war das Stadtwappen (schwarzer Adler auf gelbem Grund) verwendet worden. Dafür ist eine Genehmigung der Stadt Dortmund erforderlich.

In der virtuellen Welt löst das Thema große Kontroversen aus. Es gibt viele Kommentatoren, die die Aufregung um Thor Steinar nicht verstehen. Tenor: Es sei nicht jeder ein Nazi, der Aussehen und Qualität der Marke schätze. Zudem sei die Marke international verbreitet.

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