Tierquäler in Huckarde: Hündin Kira hat Wurst mit Nadeln gefressen

mlzKöder

Unbekannte haben in Huckarde Wurst-Stückchen ausgelegt – ein Leckerbissen für Hunde. Allerdings haben die Stücke einen schmerzhaften, wenn nicht tödlichen Inhalt.

Huckarde

, 27.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstagmorgen (25.4.) ging Stefanie Brodhage wie so oft den Verbindungsweg zum Gustav-Heinemann-Park entlang. Mit dabei: ihre fünfjährige Podenco-Mischlingshündin Kira. „Ich habe eine Sekunde nicht geguckt, da hatte sie die Wurst-Stückchen schon entdeckt und in sich hineingestopft“, erzählt Stefanie Brodhage.

Kiras Glück: Ihre Besitzerin hatte schon häufiger von Hundeködern gehört und sah sich die Wurst-Stückchen, die die Hündin auf dem Weg zwischen Parseval- und Varzinerstraße übrig gelassen hatte, genauer an. „In jedem zweiten Stück waren durchgebrochene Tackernadeln.“

Stefanie Brodhage reagierte sofort. Nachdem sie die übrigen Wurst-Stückchen entsorgt hatte, um andere Hunde zu schützen, fuhr sie zum Tierarzt. Doch von dort aus wurde sie mit Kira direkt an eine Tierklinik überwiesen.

Hündin muss sich übergeben

Dort bekam die Mischlingshündin ein Mittel, nach dessen Einnahme sie sich übergeben musste. Circa acht Nadeln und ein Stückchen Rasierklinge hat Kira erbrochen. „Das ging nur, weil Tackernadeln recht stumpf sind“, erklärt Stefanie Brodhage. „Nur Rasierklingen wären deutlich schlimmer gewesen.“

Zudem haben sich die Wurst-Stückchen Dank ihrer schnellen Reaktion noch im Magen befunden und seien so leichter zu entfernen gewesen – Glück im Unglück für Kira. Doch der oder die unbekannten Täter hatten mit einem Opfer offenbar noch nicht genug.

So sahen die Köder in Huckarde aus.

So sahen die Köder in Huckarde aus. © Privat

Am Sonntag (26.4.) lagen erneut Wurst-Stückchen an derselben Stelle auf dem Weg zum Gustav-Heinemann-Park, diesmal mit Rasierklingen präpariert. In der Gartenanlage Hansa in Huckarde seien zudem mit Nägeln gespickte Kuchenstücke gefunden worden, berichtet Stefanie Brodhage.

Es habe deshalb ein bis zwei weitere Hunde gegeben, die die Köder gefressen haben. „Alle, die Köder gefunden haben, haben sie sofort entfernt“, sagt Stefanie Brodhage. „Aber wer auch immer die Köder ausgelegt hat, hat immer mehr ausgelegt.“

Stefanie Brodhage hat nun Warnschilder aufgehängt und den Dortmunder Tierschutz-Verein informiert, um möglichst viele Hunde vor dem zu bewahren, was Kira und den anderen Hunden passiert ist – oder vor Schlimmerem.

Anzeige gegen Unbekannt erstattet

Zudem hat die Hundebesitzerin Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Ich hoffe, dass derjenige, der die Köder ausgelegt hat, sich jetzt beobachtet fühlt“, sagt sie. „Ich kann so etwas einfach nicht verstehen. Da ist gerade jemand auf einem Vernichtungszug.“

Sie sei einfach nur froh, dass ihrer Hündin nichts passiert sei, so Stefanie Brodhage. „Wenn doch, darüber will ich gar nicht nachdenken. Ich bin froh, dass es Kira gut geht.“

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