Tierschützer kritisieren „Rassenwahn“ bei der Dortmunder Messe „Hund und Pferd“

Tierschutz

Heftige Kritik üben Tierschützer an einer Messe in den Dortmunder Westfalenhallen. Vor allem Schönheitswettbewerbe stehen im Fokus. Der Veranstalter weist die Anschuldigungen von sich.

Dortmund

von Ece Ugur

, 11.10.2019, 13:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tierschützer kritisieren „Rassenwahn“ bei der Dortmunder Messe „Hund und Pferd“

Die Tierschützer prangern die Hundezucht an. © dpa

Die Tierschutzorganisation Peta übt scharfe Kritik an der Rassehundeausstellung in den Dortmunder Westfalenhallen. Noch bis Sonntag (13.10.) findet die Messe „Hund und Pferd“ mit circa 8000 Hunden und 240 verschiedenen Rassen statt.

Peta betont in einer Pressemitteilung, dass Hunde sensible Lebewesen und keine Ausstellungsobjekte seien. Die Rassenzucht führe zu überfüllten Tierheimen, immer mehr Hunde blieben heimatlos. Hundebesitzer legen aus Sicht der Tierschützer zu viel Wert auf Äußerlichkeiten, die seitens der Züchter umgesetzt werden.

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„Wenn das äußere Erscheinungsbild im Vordergrund steht, leiden zahlreiche Rassehunde mitunter lebenslang an gesundheitlichen Problemen“, so die Tierschützer. Das reiche von Hüftgelenksschäden über chronische Bindehautentzündungen zu Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule.

Tierärzte überwachen die Rahmenbedingungen

„Falsch bei Menschen. Falsch bei Hunden“, lautet das Motto gegen die Rassenausstellung. Udo Kopernik vom Messeveranstalter, dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), sagt dazu: „Wir sind mit Bundestierärzten ausgestattet und die Tiere werden nur zur Züchtung zugelassen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.“ Den Züchtern sei die Gesundheit der Tiere sehr wichtig, sie seien bemüht, Krankheiten zu bekämpfen.

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