Die Zahl der Todesfälle in Dortmund in 2020 übersteigt den Durchschnitt aus den drei Jahren zuvor. © Stephan Schütze (Archiv)
Sterbefälle

Todesfälle in Dortmund – neue Auswertung zeigt traurige Entwicklung

Es gibt eine neue Statistik zu Todesfällen. Was sagen Dortmunds Zahlen für das Pandemie-Jahr 2020 aus? Und wie steht Dortmund im Vergleich zu anderen Städten in NRW da?

In NRW sind 2020 mehr Menschen gestorben, als im Durchschnitt der drei Jahre zuvor. Das zeigt eine sogenannte Storymap, die IT.NRW – das Statistikamt vom Land Nordrhein-Westfalen – veröffentlicht hat.

Im Durchschnitt aus den Jahren 2017, 2018 und 2019 sind in NRW 207.487 Menschen gestorben. In 2020 waren es 214.313 Sterbefälle – ein Anstieg von rund 3,3 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Dortmund.

85 mehr Tote in Dortmund

Denn IT.NRW hat auch Zahlen zu den einzelnen Kreisen im Bundesland veröffentlicht. 2017, 2018 und 2019 sind durchschnittlich 7.025 Dortmunderinnen und Dortmunder gestorben. 2020 gab es 85 mehr Tote, insgesamt 7.110 Sterbefälle. Ein Anstieg von rund 1,2 Prozent.

Und wie steht Dortmund verglichen mit den zwölf größten NRW-Städten da? Der traurige Spitzenreiter bei diesen Städten ist Duisburg. Hier ist ein Zuwachs von rund 6,1 Prozent zu verzeichnen – 6.527 Sterbefälle in 2020, 6.154 im Durchschnitt 2017 bis 2019.

In den Top 12 gibt es nur zwei Städte, die einen geringeren Zuwachs als Dortmund haben – Bielefeld und Bonn. Im Vergleich kommt Dortmund also noch ganz gut weg. In Düsseldorf und Bochum haben sich die Sterbefälle allerdings sogar verringert.

Die Ursache für den Anstieg der Sterbefälle in Dortmund und fast ganz NRW kann nicht genau bestimmt werden – ein Sprecher des Statistikamtes erklärte aber gegenüber der Bild-Zeitung, dass es unwahrscheinlich sei, dass das Ansteigen nicht Corona-bedingt sei.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers

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