Tödliche Gartenarbeit

19.10.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Naturschutzgesetz gehört der Igel zu den ganzjährig besonders geschützten Arten. Doch gerade der Herbst ist für die Tiere eine gefährliche Zeit: 80 schwer verletzte Igel hatte Rosemarie Adam von der Arbeitsgruppe Igelschutz in diesem Jahr schon in Behandlung: Nicht überfahren, sondern durch Rasenmäher und -trimmer verstümmelt.

"50 Prozent von ihnen haben das nicht überlebt", bedauert sie. Ihr Appell an Gartenbesitzer: "Sich mit den Geräten von Hecken fern halten." Gleiches gilt für Laub sauger, die Igelbabys bis zu 100 Gramm aus dem Nest saugen.

"Wer den Igeln etwas Gutes tun möchte, muss seinen Garten nicht gleich verwildern lassen", sagt Rosemarie Adam. Wenn Gartenbesitzer in der einen oder anderen Ecke einige Laub- und Reisighaufen für den Igel liegen lassen, sei ihnen die nächste Generation der stacheligen Schnecken- und Insektenfresser so gut wie sicher.

"Darunter findet der Igel in der kalten Jahreszeit schließlich Schutz und Insekten", weiß die Igelexpertin. Komposthaufen sollten aus diesem Grund auch nur vorsichtig umgeschichtet, Nester in Ruhe gelassen werden.

Spendenkonto der Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.: Sparda-Bank West eG, Konto-Nr. 20 21 558, BLZ 360 605 91; Tel. 17 55 55

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