Ein 42-Jähriger soll im Frühjahr seine Ehefrau in Dortmund erwürgt haben - schon seine erste Ehe soll kein gutes Ende genommen haben. © picture alliance / dpa
Prozess in Dortmund

Totschlag: 42-Jähriger soll bereits seine zweite Ehefrau erwürgt haben

Dem 42-jährigen Iraker, der im Frühjahr in der Dortmunder Innenstadt seine Frau erwürgt haben soll, droht eine lebenslange Haftstrafe. Der Fall macht nicht nur die Staatsanwältin fassungslos.

Der Angeklagte hat sich während des gesamten Prozesses nicht zu den Vorwürfen geäußert. Daher wird wohl bis zuletzt unklar bleiben, was genau am Tattag vorgefallen ist.

Tatsache ist, dass die Ehefrau des Mannes über Minuten hinweg massiv gewürgt wurde, so dass sie schließlich starb. Fakt ist auch, dass der Mann bei seiner Festnahme massive Stichverletzungen aufwies.

Staatsanwältin Sandra Lücke ist davon überzeugt, dass der 42-Jährige Iraker seine Frau im Rahmen eines Streits attackiert und getötet hat. Die Messerstiche habe er sich anschließend selbst zugefügt.

„Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass ein unbekannter Dritter für die Tat verantwortlich ist“, sagte die Anklägerin in ihrem Plädoyer. Und: „Davon hat uns auch der Angeklagte nichts erzählt.“

Schon einmal getötet

Fassungslos macht vor allem dieser Umstand: Der Angeklagte war in seinem Leben zweimal verheiratet – und hat wohl beide Frauen umgebracht. 2004 wurde er in den Niederlanden zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er seine erste Frau getötet hatte. Auch dieses Opfer wurde gewürgt.

Staatsanwältin Lücke beantragte deshalb, den Angeklagten wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall zu lebenslanger Haft zu verurteilen. Die Verteidiger sehen die Täterschaft ihres Mandanten dagegen nicht als erwiesen an.

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