Traditionsgeschäft schließt: Goldschmied Reis hört auf – nach 33 Jahren in Hombruch

mlzGeschäftsaufgabe

Drei Jahrzehnte lang gab es die Goldschmiede Reis in Hombruch. Seit einiger Zeit hängt ein rotes Schild im Eingang: „Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe“. Zwei Gründe gibt es dafür.

Hombruch

, 01.10.2019, 11:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

33 Jahre in Hombruch, 18 davon an der Harkortstraße 47: Die Goldschmiede Reis schließt zum Jahresende. Auf Anfrage erklärt der Goldschmied Karl Reis, dass er bis Weihnachten sein Geschäft noch geöffnet hat. Seit September hängt ein großes Schild in der Eingangstür, welches verkündet, dass es einen Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe gibt.

„Ich verkaufe Unikatschmuck mit 30 Prozent auf alles bis dahin“, sagt Reis. Der Goldschmiedemeister ist außerdem noch Diamantgutachter und Schmuckdesigner.

Jetzt lesen

Für die Geschäftsaufgabe gibt es zwei Gründe. Zum einen geht Karl Reis in Rente und hat keinen Nachfolger für sein Geschäft gefunden. „Früher hatte ich Angestellte, aber inzwischen arbeite ich alleine“, so der Goldschmiedemeister. Zum anderen sind es wirtschaftliche Gründe, die ihn zur Schließung veranlasst haben. „Wenn es noch lukrativ wäre, würde ich noch ein, zwei Jahre weitermachen“, meint Reis im Gespräch mit dieser Redaktion. Aber das sei es nicht mehr. Deswegen habe er auch keine Angestellten mehr: „Es ist einfach weniger geworden.“

Den Grund dafür sieht er auch in seinem Standort: „Hombruch überaltert einfach.“ Vor 33 Jahren war Reis aus der Stadtmitte Dortmunds in den südlichen Stadtteil gekommen. Schon sein Vater hatte eine Goldschmiede an der Rheinischen Straße. Reis hatte dann in Hombruch das Geschäft eines Uhrenmachers übernommen.

Lesen Sie jetzt