Trans*-Menschen kennenlernen: Trans*CSD ist der erste seiner Art - nun zum zweiten Mal

Transsexualität und Transidentität

Man kennt die Bilder aus Köln: eine bunte Parade beim Christopher-Street-Day. Der Dortmunder CSD hat seit 2018 eine Veranstaltung, die verwandt ist – und völlig anders.

Dortmund

, 15.08.2019, 15:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trans*-Menschen kennenlernen: Trans*CSD ist der erste seiner Art - nun zum zweiten Mal

Paul Klammer (Slado e.V.) und Natasha Zimmermann (Transbekannt e.V.) zeigen, wo am Samstag der Trans*CSD stattfinden wird. © Bastian Pietsch

Wer am Wochenende an der Kleppingstraße unterwegs ist, kann dort etwas über Menschen lernen. Am Samstag (17.8.) von 12 bis 18 Uhr findet am Europabrunnen der zweite Dortmunder Trans*CSD statt. Die Veranstaltung läutet die Christopher-Street-Day-Wochen ein. Mit der bekannten bunten Parade, wie sie zum Beispiel in Köln stattfindet, hat der Trans*CSD allerdings wenig zu tun.

Beim Trans*CSD geht es in erster Linie um Information. Er hat sich im vergangenen Jahr als Ergänzung zum klassischen Christopher-Street-Day gegründet, um die Interessen und Themen von Trans*Menschen in den Vordergrund zu stellen. Unter dem Begriff Trans* fallen verschiedene geschlechtliche Identitäten – also zum Beispiel Transsexualität, Transgender, Transidentität und weitere.

Zu diesen Themen können sich Besucher des Trans*CSD an 15 Ständen an einem der prominentsten Plätze der Stadt informieren. „Wir wollen zeigen: Uns gibt es. Wir sind sichtbar. Und wir wollen über unsere Themen informieren. Das schafft auch Akzeptanz“, sagt Natasha Zimmermann, eine der Organisatorinnen des Trans*CSD.

Dortmund ist Trans-Hochburg

Was nicht breit bekannt ist: Dortmund hat eine ungewöhnlich aktive und gut organisierte Trans*Gemeinde. Das zeigt auch der Trans*CSD. Im vergangenen Jahr gegründet, ist er der erste seiner Art. Und auch fast noch der einzige: Nur Köln hat bisher eine ähnliche Veranstlatung auf die Beine gestellt.

Wichtige Teile dieser Gemeinde sind die beiden Vereine, die den Trans*CSD auf die Beine gestellt haben: der Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund Slado und der Verein Transbekannt.

Auftakt der CSD-Wochen

Der Trans*CSD ist gleichzeitig auch der Auftakt für die Dortmunder CSD-Wochen. Sie gipfeln am 14. September im klassischen CSD – in Dortmund findet dieser zum 22. Mal statt. Zwischendurch gibt es ein vielfältiges Programm zu allen Themen der LGBTQ-Gemeinde.

Einige Höhepunkte aus dem Programm: eine Stadionführung, ein ökumenischer Gottesdienst, ein Poetry Slam, eine Opernhausführung hinter den Kulissen und eine Familienführung durch den Zoo. Die LGBTQ-Gemeinde ist hierbei nur Gastgeber: Eingeladen sind ausdrücklich alle Menschen.

Der 22. Dortmunder CSD wird dann zum Abschluss am 14. September als politische Demonstration durch die Stadt ziehen – auch ohne bunte Partywagen, aber mit Botschaft. Die Strecke verläuft von der Nordseite des Hauptbahnhofs zum Wall, vorbei am Dortmunder U und über den Westenhellweg zum Platz von Leeds. Auch ein Zeichen dafür, das die LGBTQ-Gemeinde einen festen Platz in Dortmund hat.

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