Die Rückkehr des Autokinos, die Geburt des Baby-Nashorns oder das deutliche Zeichen gegen Rassismus: Nur drei der schönen Nachrichten, die es 2020 in Dortmund gab. © Montage Martin Klose
Jahresrückblick

Trotz Corona: 10 Dinge, über die wir uns 2020 in Dortmund gefreut haben

Ein Jahr zum Vergessen: Das ist wohl der meistgenutzte Ausdruck für 2020. Aber es gab auch Dinge, die wir nicht vergessen sollten - weil durchaus einiges Schönes in Dortmund passiert ist.

Das öffentliche Leben kam stellenweise zum Stillstand, jeder Mensch war mehr oder weniger stark im Alltagsleben eingeschränkt. Aber dieses Pandemie-Jahr hatte auch einiges zu bieten, was positiv in Erinnerung bleibt.

1. Große Solidarität in der Gesellschaft

Die Dortmunder sind in diesem Jahr gezwungen worden, sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Weil Termine ausfielen, haben viele Familien bewusster Zeit miteinander verbringen können – und viele Leute haben sich auch für ihre Mitmenschen eingesetzt.

Hunderte Dortmunder haben sich im Frühjahr bei unserer Redaktion gemeldet und angeboten, für wildfremde Menschen etwa Einkäufe oder Gassi-Runden mit Hunden zu übernehmen.

2. Viele schöne Events im Sommer

Was man im Lockdown um den Jahreswechsel nicht vergessen darf: Der Verzicht im Frühjahr war so erfolgreich, dass die Kontaktbeschränkungen zum Juni gelockert wurden.

Mit bis zu zehn Personen konnten die Dortmunder den Sommer bei zeitweise wunderbarem Wetter verbringen. Besondere Feiern wie etwa Hochzeiten konnten angemessen gefeiert werden.

3. Das Naturmuseum hat wieder geöffnet

Sechs Jahre lang war es geschlossen, bis das Naturmuseum am Fredenbaum Anfang September Neueröffnung feierte. Die ersten Besucher waren begeistert vom interaktiven Ansatz zwischen einem extrem seltenen Mammutskelett und einem 210 Millionen Jahre alten Baumstamm.

4. Nashörnchen Willi hat uns verzaubert

Dortmund hat Anfang Januar einen neuen Liebling bekommen – und damit ist nicht BVB-Stürmer Erling Haaland gemeint: Im Zoo ist Nashorn Willi zur Welt gekommen. Der tapsige Dickhäuter hat sofort die Herzen der Besucher erobert und für lange Schlangen am Tierpark gesorgt.

5. 5000 Menschen setzen Zeichen gegen Rassismus

Nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd hat auch eine Dortmunder Initiative zu einer Demonstration aufgerufen. Doch mit der enormen Resonanz, die darauf folgte, war nicht zu rechnen. Rund 5000 Teilnehmer sind Anfang Juni auf den Hansaplatz gekommen, um ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen.

6. Der Hafen wird umgebaut

Der Startschuss für ein wichtiges Projekt der Dortmunder Stadtentwicklung ist gefallen. Das Gebiet um die Speicherstraße soll nicht zum neuen Phoenix-See werden, ein „Quartier für alle“ soll entstehen. An der Brücke des Sunderwegs wird bereits der erste Neubau hochgezogen.

7. Dortmund wird laut Polizei immer sicherer

Die Zahl der Straftaten, die die Polizei im Jahr 2019 registriert hat, ist die niedrigste der vergangenen 15 Jahre. Das geht aus der Kriminalstatistik vor, die im März veröffentlicht wurde. Es wurden 28 Prozent weniger Taten verzeichnet als in 2014, dem Jahr mit der bislang höchsten Fallzahl.

8. Die Rückkehr des Autokinos

Auf Phoenix West wurde gezeigt, wie man aus einer Not eine Tugend macht: Das Outdoor-Kino vor dem Hochofen war sehr beliebt – das Areal wurde dann auch direkt für einen Parteitag, einen Gottesdienst und eine Abifeier genutzt.

9. Neue Hoffnung für den Hannibal

412 Wohnungen sind vor drei Jahren plötzlich wegen Brandschutzmängeln geräumt worden, 753 Menschen saßen auf einmal auf der Straße. Doch jetzt gibt es bessere Zukunftsaussichten für den Hannibal-Komplex in Dorstfeld. Im November hat die Stadt Dortmund die Baugenehmigung für die Sanierung erteilt.

10. Millionen für Dortmunds Parks

Fredenbaum- und Hoeschpark im Norden, Westfalen- und Rombergpark im Süden: Überall wird demnächst gebuddelt und verschönert. An zahlreichen Stellen sollen die Grünanlagen attraktiver und moderner werden. Außerdem soll am Hauptbahnhof ein neuer Park entstehen. Die Bürger wurden im Dezember aufgerufen, Ideen für die Planungen einzubringen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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