Trotz Denkmalschutz: Für die Kanalbrücke Schwieringhausen gibt es eine Lösung

Hafen Dortmund

Die Kanalbrücke Schwieringhausen steht unter Denkmalschutz. Zuständig ist die Obere Denkmalschutzbehörde in Arnsberg. Für Schiffe gibt es trotzdem bald freie Fahrt in den Dortmunder Hafen.

Schwieringhausen

, 21.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Schwieringhauser Kanalbrücke kann angehoben werden, sagt die Obere Denkmalbehörde.

Die Schwieringhauser Kanalbrücke kann angehoben werden, sagt die Obere Denkmalbehörde. © Uwe von Schirp

Die Kanalbrücke Schwieringhausen wird bald unter Denkmalschutz stehen. Darauf hat die Stadt Dortmund in einer Presseinformation hingewiesen. Da das Bauwerk formal der Bundesrepublik gehört, sei die Obere Denkmalschutzbehörde in Arnsberg zuständig.

Die wolle nun ein Gespräch mit allen Beteiligten suchen, um Denkmalschutz und Weiterentwicklung des Dortmunder Hafens unter einen Hut zu bringen. Die Stadt deutet bereits eine Lösung an: Da die Brückenauflager aus Beton nicht unter den Denkmalschutz fallen, könne die Brücke aus denkmalpflegerischer Sicht angehoben werden.

Freie Fahrt für dreilagige Containerschiffe

Hafen-Chef Uwe Büscher wird das freuen. Als die Aufnahme der Brücke aus dem Jahr 1951 in die Denkmalliste publik wurde, kritisierte er die Pläne scharf. Seit 20 Jahren ist in Schwieringhausen eine neue Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal geplant. Mit einer größeren Durchfahrthöhe könnten Schiffe mit drei Lagen Containern den Hafen anzusteuern.

Unterdessen unterstreicht die Stadt die Denkmalwürdigkeit der Fachwerkbrücke. Sie dokumentiere den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brücken über den Dortmund-Ems-Kanal. Erbaut wurde sie aus Originalbeständen eines R1-Straßenbrückengerätes. Diese Modulbrücken wurden für den Russland-Feldzug der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg entwickelt und nach dem Krieg zivil genutzt.

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