U43-Haltestellen: Einstieg ohne Hürde – geht das so einfach?

mlzHaltestellen am Hellweg

Senioren mit Rollator laufen Umwege. Mütter wuchten Kinderwagen in die Höhe. Sie wünschen sich barrierefreie Haltestellen am Hellweg. Lassen die sich überhaupt einrichten?

Körne

, 15.11.2019, 10:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator: Wer damit unterwegs ist und die U43 benutzen will, steht an sechs Haltestellen vor kaum überwindbaren Hürden.

Gespräche dieser Redaktion mit Fahrgästen der U43 zeigten: Sie wünschen sich dringend einen barrierefreien Ausbau der Stationen zwischen der Oststadt und Brackel. Aber geht das überhaupt?

Von-der-Tann-Straße, Berliner Straße, Juchostraße sind drei der sechs Haltestellen. Der Straßenraum ist eng, links und rechts stehen Häuser. Stadtbahn und Autos teilen sich die mittleren Fahrspuren. Auf den Randstreifen parken Autos. Fahrradfahrer und Fußgänger benötigen ebenfalls Raum.

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„Das verkehrliche und städtebauliche Umfeld im Bereich des Hellwegs ist so herausfordernd, dass die losgelöste Betrachtung einzelner Stadtbahnhaltestellen zu kurz greift“, schreibt DSW21-Sprecher Marc Wiegand auf eine Anfrage dieser Redaktion.

„Vielmehr muss zunächst ein stimmiges Gesamtkonzept („Hellweg-Konzept“) erstellt werden, das sämtliche Verkehrsflüsse in diesem Bereich klar regelt.“

Spekulationen über einzelne Lösungen nicht zielführend

Um die Barrierefreiheit kümmern sich laut Wiegand „DSW21 und Stadt in enger Abstimmung“. Erst auf Basis des „Hellweg-Konzepts“ könne eine Planung der barrierefreien Haltestellen erfolgen. Spekulationen über Lösungen mit Rampen, Seiten- und Mittelbahnsteigen an einzelenen Haltestellen seien aus Sicht von DSW21 nicht zielführend.

Die SPD Körne, die sich in einem Antrag an den Planungsausschuss für die barrierefreien Haltestellen stark macht, fordert von der Verwaltung ebenfalls ein Verkehrskonzept für den Hellweg – bis zum Sommer 2020.

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