Bei einem Spaziergang mit einem Metalldetektor machte ein Dortmunder einen sensationellen Fund. © dpa (Symbolfoto)
Stadtgeschichte

Über 700 Jahre alt: Dortmunder macht sensationellen Fund

Bei einem Spaziergang mit einem Metalldetektor hat ein Dortmunder einen bemerkenswerten Fund gemacht. Historikern und Liebhabern der Dortmunder Stadtgeschichte wird er noch viel Freude bereiten.

„Meistens ist es ja nichts Besonderes – ein Kronkorken oder ein Stückchen Stanniolpapier“, erzählt der Dortmunder. Was er aber vor einigen Wochen auf einem Acker mit seinem Metalldetektor gefunden hatte, erwies sich als ganz besonderes Stück Dortmunder Stadtgeschichte.

An einem Stück Lehm klebte eine kleine Münze, die dank einer Inschrift relativ genau datiert werden konnte. Wie sich herausstellte ist die Münze über 700 Jahre alt und stammt aus der Regierungszeit des Kaisers Rudolf von Habsburg (1273 – 1291).

Heiliger Reinoldus eingeprägt

Wie die Stadt berichtet gab es in Dortmund ab dem 10 Jhd. eine königliche Münzstätte, die Prägungen unterschiedlichster Art herausgab. Neben der nun gefundenen Münze gibt es nur eine andere erhaltende Münze dieser Prägung.

Links zeigt die Münze Kaiser Rudolf, rechts den heiligen Reindoldus
Links zeigt die Münze Kaiser Rudolf, rechts den heiligen Reindoldus © Denkmalbehörde Dortmund © Denkmalbehörde Dortmund

Auf der einen Seite zeigt die Münze den damaligen Herrscher mit Zepter und Reichsapfel und auf der anderen den heiligen Reinoldus, Namensgeber der Dortmunder St. Reinoldi Kirche.

Neben ihrem Alter verraten die Prägungen auf der Münze auch ihren Wert, ein Dortmunder Pfennig. Wie die Stadt mitteilt, ist eine Umrechnung äußerst schwierig, allerdings gehe aus einer erhaltenden Gewerbeordnung von 1256 hervor, dass man mit einem Dortmunder Pfennig circa anderthalb Kilo Ochsenfleisch kaufen konnte.

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