Überraschendes Urteil gegen den Kalaschnikow-Schützen vom Ostentor

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Die Flucht dauerte den ganzen Tag: Mit einer Kalaschnikow hat ein 34-Jähriger auf einen Bekannten geschossen. Nun haben die Richter ein Urteil gesprochen. Das Opfer sitzt im Rollstuhl.

Dortmund

, 20.01.2020, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sieben Monate nach einem Schuss aus einer Kalaschnikow am Ostentor hat das Landgericht nun das Urteil gegen einen 34-jährigen Mann gesprochen.

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Ergebnis: Für dreieinhalb Jahre muss er in Haft. Das Urteil lautet auf fahrlässige Körperverletzung. Nach Ansicht der Richter steht nicht einwandfrei fest, dass der Angeklagte wusste, dass die Waffe in seiner Hand entsichert und damit schussbereit war.

Der Angeklagte hatte berichtet, dass er das Sturmgewehr an diesem Tag unbedingt aus seiner Wohnung schaffen wollte und es deshalb in seiner Tasche hatte. An einem Kiosk am Ostentor habe er dann Alkohol kaufen wollen und sei dabei auf seinen Bekannten getroffen. Als er diesem die Waffe zeigen wollte, habe sich unabsichtlich der Schuss gelöst.

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Der 34-Jährige war nach der Tat geflüchtet und erst Stunden später an der Wohnung seines Vaters in Eving festgenommen worden. Beim Sprung von einem Baugerüst brach er sich das Bein.

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Im Krankenhaus kämpften die Ärzte zur gleichen Zeit sogar um das Leben des Opfers des Kalaschnikow-Schusses: Das Projektil hatte den Oberschenkel des Mannes durchschlagen und den Knochen zertrümmert. Weil das Opfer viel Blut verlor, musste es notoperiert werden.

Der Verletzte ist bis heute auf einen Rollstuhl angewiesen. Eigenen Angaben zufolge können die Ärzte sogar dauerhafte Einschränkungen nicht ausschließen.

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