Im Lockdown wird das Bier schal. Ein Dortmunder Hotelier hat seine angestochenen Fässer jetzt gespendet. © dpa
Corona-Krise

Überschüssiges Bier: Dortmunder Hotelier findet leckere Zweitverwertung

Erst die Schließung im November, dann die Verlängerung des Lockdowns bis ins nächste Jahr. Ein Dortmunder Hotelier hat zu viele geöffnete Bierfässer. Glücklicherweise fand sich ein Abnehmer.

Es ist ein Brot, das so nicht alle Tage gebacken wird, quasi ein Produkt, das aus der Corona-Not entstanden ist. Verkauft wird es in der Vorweihnachtszeit von einer Bäckerei im Dortmunder Süden.

„Durch die Schließung unserer Gastronomie hatten wir plötzlich eine relativ große Menge angebrochener Bierfässer“, sagt Markus Riepe vom Ringhotel Drees an der Hohen Straße. Als der Lockdown für seine Branche dann in den Dezember verlängert wurde, musste mit den Fässern irgendwas passieren.

„Nach einigen Überlegungen kam uns die Idee, der Bäckerei Mohr die Fässer mit dem Bier zu überlassen, um ein besonderes Brot, das Bierbrot, damit herzustellen“, sagt Markus Riepe weiter.

Brot mit einer leichten Malz-Note

Gesagt, getan. Sämtliche Fässer in Anbruch wurden aus sämtlichen Kühlhäusern der Riepe Privat-Hotels in die Bäckerei Mohr in Wellinghofen „gerollt“.

Das Brot, das Gabriella Link und Janette Dörtelmann hier zeigen, ist ein Bierbrot. Dass es gebacken werden kann, macht ein Dortmunder Hotel möglich, dass seine vor dem Lockdown angestochenen Bierfässer spendete.
Das Brot, das Gabriella Link und Janette Dörtelmann hier zeigen, ist ein Bierbrot. Dass es gebacken werden kann, macht ein Dortmunder Hotel möglich, dass seine vor dem Lockdown angestochenen Bierfässer spendete. © Bäckerei Mohr © Bäckerei Mohr

„Wir backen nun ein zusätzliches Brot mit Bier. Dieses Brot ist keine neue Erfindung. Der Alkohol des Bieres verdunstet beim Backen. Es bleibt lediglich eine leichte Malz-Note im Geschmack des Brotes“, erklärt Thomas Mohr.

Rund 600 Liter Bier aus rund 20 Fässern hat die Bäckerei bekommen. Daraus lassen sich, wie Thomas Mohr sagt, 2000 Brote backen. Das Bierbrot geht bei ihm für 2,95 Euro über die Ladentheke und soll noch bis Mitte Dezember angeboten werden.

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Redaktion Dortmund
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Peter Wulle

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