IHK

Umfrage ergibt: Wirtschaft in Dortmund robust – trotz gedrückter Stimmung

Wie sehr die Corona-Krise die Stimmung in der Dortmunder Wirtschaft drückt, zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer. Es gibt vor allem eine Zahl, die Mut macht.
Vor allem die Industrie erweist sich in der Corona-Krise als stabil. © Stephan Schütze (Archiv)

Die Unternehmen im Westfälischen Ruhrgebiet spüren deutlich die Auswirkungen der Corona-Krise: Statt 90 Prozent zu Beginn des Jahres, noch vor Ausbruch der Pandemie, bewerten im Herbst nur noch 80 Prozent ihre geschäftliche Lage mit gut oder befriedigend.

Von 10 auf fast 20 Prozent verdoppelt hat sich der Anteil derer, die ihre Situation als schlecht einstufen. Das ist das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, an der 161 Unternehmen aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna mit rund 64.000 Beschäftigten teilgenommen haben – allerdings vor den jüngsten Corona-Beschlüssen.

Als Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund fordert Heinz-Herbert Dustmann eine Öffnungsstrategie.
Als Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund fordert Heinz-Herbert Dustmann eine Öffnungsstrategie. „Wir wissen nicht, wie sich die Virusmutationen weiterentwickeln werden. Aber wir wissen, wie sich die Lage bei den Unternehmen entwickeln wird, wenn die Unternehmen nicht bald klare Perspektiven in Aussicht gestellt bekommen“, sagt er. © (A) Stephan Schuetze © (A) Stephan Schuetze

„In dieser angespannten Situation macht mir Mut, dass fast 30 Prozent der Unternehmen mittel- bis langfristig mit einer Verbesserung ihrer Lage rechnen“, so die Einschätzung von Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. Und das, obwohl fast die Hälfte der Betriebe im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang ihrer Umsätze in einem Volumen von 10 bis zu 50 Prozent rechnet.

Sorgen bei Handel und Dienstleistern

„Es bestätigt sich gerade in der Pandemie, dass unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft im Kern robust ist“, so Dustmann weiter. „Vor allem die Industrie trägt zu einer Stabilisierung der gesamten konjunkturellen Lage bei“, stellt der IHK-Präsident fest. Sorge bereiten dagegen die Wirtschaftsbranchen Handel und Dienstleistungen: Nahezu verfünffacht hat sich jeweils der Anteil derer, die ihre Situation als schlecht einstufen.

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