B1 in Dortmund: Auto schleudert bei schwerem Unfall ins Gleisbett

Fahrer in Notaufnahme

Auf der B1 in Dortmund hat es am Sonntag einen schweren Unfall gegeben. Uneinsichtige Autofahrer haben anschließend die Arbeit des Rettungsdienstes erschwert und die Rettungsgasse blockiert.

Dortmund

, 25.10.2020, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Bundesstraße 1 hat es einen Unfall gegeben.

Ein BMW schleuderte bei einem Unfall auf der B1 am Sonntag ins Gleisbett der Stadtbahn. © Feuerwehr Dortmund

Ein Auto ist am Sonntagmittag (25.10.) gegen 12.30 Uhr auf der Bundesstraße 1 in Dortmund in Fahrtrichtung Unna von der Fahrbahn abgekommen.

Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer auf Höhe Dortmund-Gartenstadt versucht einem Auto auszuweichen. Zunächst hieß es sogar, dass der Pkw sich überschlagen habe.

Laut einer Mitteilung der Feuerwehr am Abend sei der BMW auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt und anschließend noch circa 50 Meter durch das Kiesbett der Straßenbahn-Gleise gerutscht.

Der BMW wurde bei dem Unfall stark beschädigt - die Bergung des Fahrzeugs sorgte für Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B1.

Der BMW wurde bei dem Unfall stark beschädigt - die Bergung des Fahrzeugs sorgte für Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B1. © Jens Krömer

Der BMW blieb – entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung – im Gleisbett liegen. Weil wegen des Rettungseinsatzes auch eine Spur in Fahrtrichtung Unna gesperrt war, kam es dort am Sonntagmittag zu Stau.

Uneinsichtige Autofahrer blockierten die Rettungsgasse

Zudem teilt die Feuerwehr mit, dass sie Probleme hatte, die Unfallstelle zu erreichen. Uneinsichtige Autofahrer versperrten demnach die Rettungsgasse, sodass die Einsatzkräfte teilweise nur im Schritttempo zur Unfallstelle fahren konnten. Die Bergung des zerstörten Autos dauerte circa eine Stunde.

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Wie es von der Feuerwehr heißt, mussten die beiden Insassen des Autos jedoch nicht aus dem Fahrzeug befreit werden.

Der 21-jährige Fahrer verletzte sich bei dem Unfall so schwer, dass er mit einem sogenannten Überschlagstrauma in eine Notaufnahme gebracht werden musste.

Lebensgefahr nicht auszuschließen

So eine Verletzung sei eine richtige Notfallsituation, „da kann man schon von Lebensgefahr sprechen“, bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr auf Nachfrage dieser Redaktion am Nachmittag. Man müsse bei einem Überschlagstrauma von vielfachen Verletzungen ausgehen, sagt er.

Die ebenfalls 21-jährige Beifahrerin blieb laut Feuerwehr nahezu unverletzt. Doch auch sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Neben dem Stau für Autofahrer bekamen auch Bahnfahrer die Auswirkungen des Unfalls zu spüren. Für die Dauer der Bergung wurde für die Linie U47 an der Unfallstelle ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Anschließend konnte die Bahn jedoch wieder normal fahren.

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