Mann bezichtigt eine fremde Frau des Diebstahls - und ist selbst dran

Dortmunder Hauptbahnhof

Ein Zugreisender verdächtigt eine Mitfahrerin, sein Handy gestohlen zu haben. Die Bundespolizei kann bei ihr jedoch kein Diebesgut feststellen, findet aber einen illegalen Besitz beim Mann.

Dortmund

, 02.04.2020, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bundespolizei wird zu einer Auseinandersetzung am Hauptbahnhof gerufen.

Die Bundespolizei wird zu einer Auseinandersetzung am Hauptbahnhof gerufen. © Oliver Volmerich

Wegen eines Diebstahlverdachts wurde die Bundespolizei in der Nacht zum 2. April (Donnerstag) zum Dortmunder Hauptbahnhof gerufen. Ein 40-Jähriger aus Hamm beschuldigt eine 34-Jährige Frau aus Berlin, sein Handy gestohlen zu haben.

Die Auseinandersetzung ereignete sich im RE1 auf der Fahrt zwischen Bochum und Dortmund. Der Mann sei von der Toilette an seinen Platz zurückgekehrt, wo er seine Jacke liegen gelassen habe. Dort habe er das Fehlen seines Smartphones festgestellt. Er bezichtigte eine mitreisende Frau des Diebstahls, die Frau habe daraufhin das Zugabteil verlassen. Als ihr der 40-Jährige gefolgt sei, habe sie ihm ins Gesicht getreten. Das haben bisherige Ermittlungen ergeben.

Diebstahl, Körperverletzung und illegaler Drogenbesitz

Gegen 2.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Hauptbahnhof gerufen. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Das vermeintlich gestohlene Handy fanden sie bei ihr nicht. Es wurde ein Verfahren wegen Diebstahls gegen Unbekannt eingeleitet. Doch einen anderen illegalen Besitz konnten die Beamten sicherstellen: Der Mann aus Hamm trug eine geringe Menge Amphetamine bei sich. Nach eigenen Angaben, seien ihm die von einem Unbekannten zugesteckt worden. Gegen den 40-Jährigen wird ein Strafverfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet.

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