Ungewöhnliches Plakat wirbt für Pflegeeltern

Aktion des Jugendamts

Auf der Suche nach Pflegefamilien geht die Stadt jetzt ungewöhnliche Wege. An der Wallkreuzung am Adlerturm wirbt ein großes Plakat für dieses Engagement. Alltagshelden gesucht, lautet der Appell.

DORTMUND

, 09.11.2017, 03:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Hingucker: An der großen Kreuzung Kleppingstraße/Wall sucht die Stadt mit diesem Plakat Alltagshelden: Familien, die Pflegeeltern werden wollen.

Ein Hingucker: An der großen Kreuzung Kleppingstraße/Wall sucht die Stadt mit diesem Plakat Alltagshelden: Familien, die Pflegeeltern werden wollen. © Oliver Schaper

Seit Anfang November steht das Plakat an der großen Innenstadt-Kreuzung, in unmittelbarer Nähe von Rathaus und Jugendamt, und zieht die Blicke der wartenden Autofahrer auf sich.

Was genau es mit dieser Kampagne auf sich hat, möchte die Stadt in der kommenden Woche im Detail erläutern. In den vergangenen Jahren hatte das Jugendamt regelmäßig Interessierte zu einer Informationsveranstaltung geladen, um neue Pflegeeltern zu akquirieren. Auch als Single ist dies möglich.

Voraussetzungen für Pflegeeltern

„Einem Kind Liebe und Halt geben“, das schaffen Pflegefamilien. Sie können vorübergehend, aber auch dauerhaft einem Kind ein Zuhause geben. Interessierte sollten genug Erfahrungen im Umgang mit Kindern sowie Zeit, Geduld und Freude an ihnen haben.

Sie sollten körperlich und psychisch belastbar sein und das Pflegekind in schulischen und therapeutischen Angelegenheiten begleiten, Bereitschaft zeigen, Kontakte des Kindes zur Herkunftsfamilie zu stützen und gegebenenfalls eine Rückkehr des Kindes begleiten.

Ungewöhnliche Stellenanzeige

Die Stadt ist dabei nicht die erste, die mit einer ungewöhnlichen Ansprache im sozialen Bereich punkten will. Die AWO Dortmund hatte im Zuge des Kita-Ausbaus Erzieher und Leitungspersonal gesucht. „Rasselbande sucht Bandenchef“, hieß es auf den Plakaten, die unter anderem an den Bauzäunen der neu errichteten Kindertagesstätten hingen.

„Uns war klar, dass es nicht ausreichen würde, im herkömmlichen Sinn Anzeigen zu schalten“, sagt Reinhard Kleibrink, Leiter Zentrale Dienste der AWO, über diese Aktion.

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