Unsere 7 Tipps für den Hafenspaziergang

Quartiersfest Ende August

Der Hafenspaziergang will am 27. August das gesamte Hafenquartier verbinden. Es sind 63 Veranstaltungen an 35 Orten geplant. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Quartiersmanager Didi Stahlschmidt hat deshalb für uns sieben Tipps zusammengestellt: von der "Straße der Vielfalt" bis zu Buffalo-Bill-Anekdoten.

DORTMUND

, 09.08.2016, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unsere 7 Tipps für den Hafenspaziergang

Hier am Ems-Kanal steht das alte Hafenamt. Am 27. August wird die aufwendige Installation eines britischen Künstlers zu sehen sein. Augenscheinlich klettert dann eine Riesenkrake aus dem Gebäude.

Tipp 1: Die "Straße der Vielfalt"

Die „Straße der Vielfalt“, eine neue Veranstaltung, erstreckt sich über die gesamte Speicherstraße. Unter anderem gibt es ein kostenloses Büffet: Rund 200 Flüchtlinge, die in zwei Flüchtlingsschiffen leben, bieten selbstgekochte Speisen aus 19 Nationen an. „Hier sind es keine Flüchtlinge, sondern Akteure, die auch im Hafen wohnen und leben“, so Stahlschmidt. (Speicherstraße)

Tipp 2: "Photowalks"

Das Hafenstudio bietet zwei „Photowalks“ (Fotospaziergänge, 13.45 und 18 Uhr) mit dem Fotografen Roland Klecker an. „Mit seiner eigenen Kamera oder einer des Hafenstudios kriegt man dann nicht nur eine kostenlose Führung, sondern lernt auch noch gute Fotos zu machen“, erklärt Stahlschmidt. (Erster Treffpunkt: Bühne „Straße der Vielfalt“, zweiter Treffpunkt: Herr Walter, Speicherstraße 90)

Tipp 3: Livebühne

Im Blücherpark steht eine Livebühne, auf der drei Bands auftreten. Stahlschmidt sagt, „es wird auch politisch zugehen“: Die Music-Bar „Subrosa“ und Amnesty International präsentieren den „Menschenrecht-Slam“. Dort werden Poetry-slammer aus der Umgebung zum Thema Menschenrechte ihre Gedichte und Texte vortragen. (Gneisenau-/Ecke Feldherrnstraße)

Tipp 4: Street Art

Das alte Hafenamt wird die Aufmerksamkeit mit einer Installation des Straßenkünstlers Filthy Luker auf sich ziehen: Aus den Fenstern des Gebäudes werden aufblasbare Tentakel wie die von einer Riesenkrake hängen. Stahlschmidt: „Es wird so aussehen, als würde die Krake aus dem Gebäude flüchten. Optisch wird das ein Riesenspaß.“ (Sunderweg 130)

 

 

Tipp 5: Brückentreff

Der Brückentreff ist eine Einrichtung der Diakonie für Wohnungslose und Menschen mit Alkoholproblemen. Hier kochen und essen die Menschen zusammen, außerdem betreiben sie eine alte, alkoholfreie Kneipe. Der Treff dient als Bindeglied zwischen der Straße und einem Hilfsangebot.

Ehrenamtliche ermöglichen mit Führungen und Gesprächen einen Einblick in den Alltag im Brückentreff. „Die Hemmschwelle der Bürger kann vielleicht überwunden werden“, hofft Stahlschmidt. (Kesselstraße 50)

Tipp 6: Moby Dick

„Das Depot ist an sich schon interessant genug“, sagt Stahlschmidt. Dort beginnt an dem Tag des Hafenspaziergangs die neue Spielzeit, es gibt Führungen durchs Haus und um 20 Uhr eine Vorstellung des Theaterstücks „Moby Dick“. Außerdem gibt es eine Hafenschnapsverkostung, „mit der Hoffnung, dass niemand zu früh betrunken ist“, sagt Stahlschmidt. (Immermannstraße 29)

Tipp 7: Big Tipi

„Das Big Tipi freut mich persönlich besonders,“ sagt Stahlschmidt. Der Historiker Klaus Winter wird zwei Vorträge über den Lunapark, dem heutigen Fredenbaumpark, halten. Der Lunapark war vor über 100 Jahren der größte Vergnügungspark in Deutschland.

Der Vortag beinhaltet Anekdoten, wie zum Beispiel, dass Buffalo Bill, als er für eine Wild-West-Show nach Dortmund kam, mit einem Pferd vom Hauptbahnhof zum Lunapark geritten sein soll. Stahlschmidt wolle sich den Vortrag nicht entgehen lassen, trotz seines Plans, jeden Stand mindestens zweimal zu besuchen. (Lindenhorster Straße 6)

Der Hafenspaziergang beginnt am 27.8. um 14 Uhr. Von 14.30 bis 21.30 Uhr fährt alle 20 Minuten ein kostenloser Shuttlebus im Uhrzeigersinn durch das Hafenviertel. Weitere Informationen gibt es .

 

In eigener Sache: Didi Stahlschmidt arbeitet neben seiner Tätigkeit als städtischer Quartiersmanager auch als Kolumnist und Autor für unsere Redaktion.

So haben wir 2015 über den Hafenspaziergang berichtet:

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt