Unsere Haustiere, die Klimakiller

mlzGlosse: Wenn Sie Günna fragen

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Hund, Katze und der Klimawandel

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 18.10.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, ich war jetz auf eine Veranstaltung wo es um dat im Moment so angesachte Thema Klimaschutz geht und da hat auch einer übba Klimakiller auf vier Pfoten gesprochen. Dat die Kühe soviel in den Himmel furzen dat dat Klima spinnt hattich schomma gehört und wir nich nur darum alle weniger Fleisch essen sollen leuchtet mir ein.

Abba die Haltung von Mieze und Fiffi als Haustier soll auch schlecht für die persönliche Klimabilanz sein sachte der Redner und meinte dat man sich als Mensch wenn übbahaupt nur essbare Tiere zu Hause gönnen sollte. Auf alle anderen soll man so lange hohe Steuer kassiern bis die Leute freiwillich darauf verzichten würden.

Das Haustier gehört zur Familie

Ab sofort die Hundesteuer auch für Katzen meinte der Experte und an der Reaktion im Publikum merkte man dat er sich mit seine Forderung auf ganz dünnes Eis gewagt hatte. Der Deutsche könnte vielleicht auf Autos und Fernreise odda dat tägliche Fleisch verzichten abba seine Bellos und Kittys gehörn ja als volles Mitglied vonne Familie dazu.

Auf Platz 1 inne Tabelle der beliebtesten Haustiere iss die Katze mit geschätzte 14 Millionen Exemplare gefolgt vom Hund mit 9 Millionen und du brauchst als Kompensation von ihre CO2 Pfotenabdrücke allein schon acht Bäume für jedes Tier.

Umweltfreundlicher sind Kaninchen und Hühner

Früher gabs keine verhätschelten Haustiere und der Hofhund war zum Schutz da genau wie Katzen nur fürs Mäusefangen. Heute wärn sie abba ein Spielzeug auf Zeit und ökologisch nich mehr vetretbar weilse oft sogar vermenschlicht würden und wir übba 4,7 Millarden Euro pro Jahr allein fürs Spielzeug und Futter ausgeben.

Wenne ein Pferd hass sollze der Umwelt übrigens noch mehr schaden denn dat iss so als würdes du umme 21.500 Klometer pro Jahr odda umgerechnet 18 mal im Auto von Sylt nache Zugspitze fahrn. Besser wärn umweltverträgliche Tiere wie es bei uns früher im Ruhrpott mit Karnickels üblich war abba auch nur wennse mit Abfälle aus Küche und Garten gefüttert und später gegessen werden. Hühner ging auch noch weilse Eier legen und Hühnersuppe extrem gesund wär. Ausser für die Hühner.

Hömma, Fritz, abba Hühner als Haustiere willich nich weil du die nich stubenrein kriegs und selbs wenn Kaninchen Pfötchen geben und anne Leine laufen statt zu hoppeln odda Einbrecher anne Tür wegbellen würd ich sie nie im Leben gegen mein Hund tauschen. Da pflanz ich lieber schnell acht Bäume. Prost.

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