Unsere Veranstaltungstipps für die Feiertage

Theater und Konzerte

Leben jenseits der Tanne: Wer nicht mehr unter dem Weihnachtsbaum sitzen möchte, der kann seine Feiertage und auch Silvester in Dortmund kulturell gestalten. Wir haben eine Auswahl der schönsten Veranstaltungen getroffen.

DORTMUND

, 12.12.2016, 15:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
Mit dem Stück "Die Geächteten" bietet das Schauspiel Dortmund am Silvesterabend ein Stück an, das derzeit die Bühnen in Deutschland erobert und als ein bewegendes Stück Gegenwartsdramatik gilt.

Mit dem Stück "Die Geächteten" bietet das Schauspiel Dortmund am Silvesterabend ein Stück an, das derzeit die Bühnen in Deutschland erobert und als ein bewegendes Stück Gegenwartsdramatik gilt.

1. Weihnachtstag

In einer Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen wird diese skurrile Komödie rund um einen simulierten Weltklimagipfel auf die Bühne gebracht. Fünf Menschen hocken in einem Raum. Es gibt keinen Ausgang. Sie sind jung und immer auf der Suche nach dem maximalen Grad an Selbstoptimierung.

Keiner der fünf weiß mehr so genau, warum man sich in diesem merkwürdigen Raum befindet. Sind sie alle Gefangene? Menschen in Therapie, um ihre Fernbeziehungs-Neurosen zu reparieren? Gemeinsam simulieren sie "echte" Gegenüber, die sie im realen Leben nicht haben. Denn allen ist klar: Es müsste etwas getan werden. Und warum dann nicht auch gleich einen UN-Weltklimagipfel simulieren?

Das von dem Schweizer Autor und Regisseur Philipp Heule (geboren 1986) geschriebene Stück ist so etwas wie ein "Gedankenexperiment, das den angeblichen Zustand der modernen Menschen auf die Spitze treibt", wie der Deutschlandfunk formulierte. Die zentrale Frage lautet: Wenn nichts von Dauer und alles austauschbar ist, was bleibt dem Individuum außer der Konzentration auf sich selbst? Claudia Bauer inszeniert Heules Text als Kammerspiel der ohnmächtigen, im Nichts gefangenen Seelen.

Das Stück ist eine Legende auf der Ballett-Bühne: Wie viele Träume von einer Ballett-Karriere es schon begünstigt hat, ist wohl nicht zu zählen. Für jeden Choreografen ist die Musik von Peter I. Tschaikowsky eine Herausforderung, für jeden Tänzer bedeutet sie körperliche und darstellerische Höchstleistung.

Xin Peng Wang nahm sich 2004 erstmals des Werkes an, gab ihm in atmosphärisch dichten Bilder und ausdrucksstarker Tanzsprache eine besondere Richtung. 2012 widmete er sich abermals dem "Märchenkosmos", wie es in der Pressemitteilung des Theaters heißt.

 

2. Weihnachtstag

Zum 45. Mal findet am 26. Dezember 2016 die Weihnachts-Matinee des Domicil im Opernfoyer statt. Die lokal-regionale Jazz-Szene ist über zehn Bands auf fünf Bühnen vertreten. Zu hören sein wird Musik von Modern Jazz bis Alternative, von Weltmusik bis Big Band, Traditional Jazz und elektronische Musik.

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Die Weihnachts-Jazzmatinee 2015 im Opernhaus

Zur 43. Weihnachts-Jazzmatinee hat der Jazzclub Domicil am zweiten Weihnachtsfeiertag ins Foyer der Dortmunder Opernhauses eingeladen. Wir zeigen die schönsten Bilder.
27.12.2015
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Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
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Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
Zehn Bands sind auf fünf Bühnen bei der Jazzmatinee aufgetreten.© Foto: Oliver Schaper
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Das Stück "Der falsche Prinz" von Andreas Grund erzählt die Geschichte von einem armen jungen Mann, der nicht mehr arm sein will. Eines Tages fällt ihm urplötzlich ein prächtiges Gewand in die Hände. Er zieht es an und beschließt, in der Fremde sein Glück zu suchen.

Unterwegs trifft er auf einen jungen Prinzen, dessen Eltern ihn bei einem Freund haben aufwachsen lassen - ähnlich wie bei der Sage des Ödipus war ihnen großes Unheil vorhergesagt worden. Der junge Prinz trägt ein Schwert bei sich, das er an einem geheimen Ort seinem Vater übergeben soll, mit den Worten: "Ich bin es, den ihr sucht!" - und dann Teil der Königsfamilie werden.

Der arme junge Mann und der Prinz freunden sich an. Der Prinz verrät sein Geheimnis. Am nächsten Morgen geht jedoch nicht er, sondern der Falsche zu dem geheimen Ort.

Es ist eine verzauberte und zugleich entzauberte Welt, die Ödön von Horváth in seinem 1932 zwischen Weltwirtschaftskrise und braunem Stechschritt entstandenen Stück entwirft. Längst zählt es zu den berühmtesten deutschsprachigen Klassikern. Das Publikum wird einen temporeichen Besuch auf dem Rummelplatz erleben.

Kasimir schafft es dort gerade noch so, dass bei "Hau den Lukas" für ihn die Siegesglocke erklingt. Doch freuen kann er sich nicht, denn er hat am Vortag seine Stelle verloren, und nun scheint ihm alle Zukunft abhanden gekommen zu sein. Dass seine Verlobte Karoline ihn verlassen wird, ist für ihn keine Frage – höchstens eine der Zeit. Und Karoline?

Hat keine Lust auf Nachdenklichkeit – jedenfalls nicht heute. Sie will sich amüsieren, den Alltag wegfeiern. Und so wird aus dem geplanten Jahrmarkts-Nachmittag schnell eine Reise in die Risse der Gesellschaft, wo Menschen im freien Fall sich hoffnungsvoll aneinander klammern …

Silvester

Erstmalig bietet das Schauspiel Dortmund Andreas Weißerts beliebte Kult-Silvester-Lesung im Megastore an. Die Veranstaltung widmet sich diesmal dem Thema "Liebe und Tod in der Literatur". Gelesen werden Texten von Schiller, Mörike, Heine, Hölderlin, Kleist, Goethe, Hesse und Schnitzler. Inklusive einer Pause wird die Lesung voraussichtlich knapp zwei Stunden dauern. Also bis etwa 17.50 Uhr.

Zu Silvester gibt es im Roto-Theater den großen Erich-Kästner-Abend mit Barbara Kleyboldt und Rüdiger Trappmann. Seine Kinderbücher machten ihn zwar berühmt, doch ist Erich Kästner weit mehr als nur der Autor von "Emil und die Detektive". Er war scharfer Beobachter seiner Zeit, Lyriker, Satiriker, Journalist und Moralist.

Über Schauspiel und Rezitation bringen Barbara Kleyboldt und Rüdiger Trappmann den Besuchern Erich Kästner näher. Im Eintrittspreis enthalten ist ein italienisches Buffet.

Nachdenklich dürften die Besucher dieses Stücks Gegenwartsdramatik das Jahr 2016 beschließen. In der Regie von Intendant Kay Voges verspricht das skurrile, schnelle Stück voll feiner, böser Ironie beste Unterhaltung. Es stellt auf persönliche berührende Art und Weise die Frage nach der Überwindbarkeit religiöser Gegensätze. Das Stück von Ayad Akhtar wurde 2012 in Chicago uraufgeführt und 2016 erstmals in Deutschland gespielt. Vor dem Beginn bekommt das Publikum gratis einen Silvestersekt. Die Vorstellung (ohne Pause) dauert bis 21 Uhr.

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