In verschiedenen Bereichen Dortmunds sind überflutete Straßen nach dem Starkregen gesperrt worden. © Oliver Schaper
Gewitter

Unwetter lässt Autos auf Dortmunds Straßen im Starkregen versinken

Der Wetterdienst hat zuletzt mehrmals gewarnt - am Freitagabend war das angekündigte Unwetter dann auch in einem größeren Bereich der Stadt zu spüren. Eine Bilanz der Folgen.

Vor „schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel“ hat der Deutsche Wetterdienst am Freitagabend (14.8.) in Dortmund gewarnt. Und als die offizielle Warn-App Nina die Meldung kurz vor 20.30 Uhr verschickte, waren Blitze und Donner in der Innenstadt auch schon zu vernehmen.

Das Team der „Juicy Beats Park Sessions“ hatte da bereits reagiert. Im Westfalenpark hätte die Hip-Hop-Gruppe Too Strong auftreten sollen – das wurde aber kurzfristig abgesagt. „Der Nachholtermin ist Freitag, der 11. September“, teilen die Veranstalter mit: „Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.“ Die Zuschauer mussten die Heimreise antreten.

Überschwemmungen sorgen für gesperrte Straßen

Dabei dürften einige von ihnen ziemlich nass geworden sein. „Aufgrund der starken Regenfälle kommt es in manchen Bereichen Dortmunds zu Überschwemmungen“, sagte Polizeisprecher Gunnar Wortmann am Abend.

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Unwetter lässt Autos auf Dortmunds Straßen im Starkregen versinken

Mehrere Straßen wurden gesperrt, die Einsatzstellen lagen weit in der Stadt verteilt. Auch die umliegenden Autobahnen seien „in einigen Bereichen“ betroffen. Am stärksten getroffen sei laut Wortmann wohl die Emscherallee in Huckarde. Dort seien Autos regelrecht im Starkregen versunken gewesen.

Das bestätigt auch Ralf Schröer von der Dortmunder Feuerwehr. Im Bereich Mailoh habe es viele Einsätze gegeben. Keller seien vollgelaufen, Gullydeckel wurden hochgedrückt. „Der Boden kann das viele Wasser nach der Trockenheit nicht aufnehmen“, erklärt Schröer. Weil viele Bäume schon einiges Laub verloren haben, seien Abflüsse vielerorts verstopft.

Die Feuerwehr habe zunächst Einsätze im Südosten Dortmunds fahren müssen, dann sei das Gewitter offenbar in Richtung Huckarde gezogen. Andere Sturmschäden wie umgeknickte Bäume oder herabstürzende Äste seien aber nicht nennenswert aufgekommen: „Unser Hauptproblem ist das Wasser“, so Schröer.

70 Einsäte wegen des Unwetters

Eine finale Bilanz konnte Schröer dann am Samstagmorgen ziehen: Insgesamt habe es 70 Einsätze wegen des Unwetters gegeben – 64 davon aufgrund von Wasserschäden wie vollgelaufenen Kellern, die restlichen sechs Einsätze standen in Zusammenhang mit umgeknickten Bäumen beziehungsweise Ästen, so Schröer.

Den längsten Einsatz habe es, wie sich schon am Freitagabend andeutete, in Huckarde gegeben. Rund drei Stunden seien dort die Einsatzkräfte wegen starker Überschwemmungen auf der Straße Mailoh, der Huckarder Allee und der Emscher Allee im Einsatz gewesen. Dort seien teils sogar Autos vollgelaufen.

Dort sei unter anderem die Straße leergepumpt worden, die Stadtentwässerung habe die Kanaleinläufe gereinigt und abschließend habe die EDG die Straße mit einer Kehrmaschine gesäubert, so Schröer.

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Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel
Freier Mitarbeiter
1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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