Upcycling-Festival zeigt, was man alles aus Müll machen kann

Kulturzentrum Depot

Mal eben kurz die Welt retten. Zwischen Job und Shop. Funktioniert nicht wirklich, aber es gibt Möglichkeiten, sich dem innovativen Umgang mit endlichen Ressourcen zu widmen. Welche das sind, zeigt an diesem Wochenende das Upcycling-Festival im Kulturzentrum Depot.

Dortmund

08.11.2017, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
An einem Wochenende wollen die Macher des Trash-Up-Festivals im Depot an der Immermannstraße zeigen, wie aus Abfall neue, aufgewertete Produkte entstehen können. Foto Depot

An einem Wochenende wollen die Macher des Trash-Up-Festivals im Depot an der Immermannstraße zeigen, wie aus Abfall neue, aufgewertete Produkte entstehen können. Foto Depot

Aus Müll können wertvolle Dinge entstehen. Dafür braucht es oft nur ein wenig Fantasie. Genau da setzt das Upcycling-Festival Trash Up, das am Samstag und Sonntag, 11. und 12. November, zum zweiten Mal im Depot an der Immermannstraße stattfindet, an.

Geboten werden Workshops, ein umfangreiches Ausstellungs- und Rahmenprogramm, Installationen und Objekte, Diskussionen und Austausch. Außerdem ein Café-Angebot und zur Stärkung frisches Bananenbrot.

Aufwertung statt eines stufenweisen Qualitätsverlustes

Was bedeutet eigentlich Upcycling? Während Recycling eine Methode zur Rückführung von Wertstoffen in den Produktionsprozess beschreibt, diese aber einen stufenweisen Qualitätsverlust von Material wie Plastik oder Papier bedeutet, meint Upcycling eine Aufwertung von Müll.

Dazu braucht es Fantasie und Kreativität. Etwa, wenn aus einem mottenzerfressenen Pulli eine warme Filzmütze wird oder ein ausgedienter Fußball als Lampe zu einem echten Hingucker.

Infostände von verschiedenen Organisationen

Als frühere Straßenbahnwerkstatt und heutiger Kulturort ist das Depot ein geeigneter Ort für ein Upcycling-Festival. Hier das Programm:

Markt: Die Aussteller präsentieren eine Auswahl an upgecycelten Waren und Produkten. Ergänzend kann sich jeder Besucher an Infoständen diverser Organisationen zum Thema Nachhaltigkeit erkundigen oder gerne auch diskutieren.

Vorträge: Sabrina Schramme (TU-Dortmund / Rehabilitationswissenschaften) moderiert im Kino Sweetsixteen die Beiträge zwischen den einzelnen Referenten und dem Publikum. Inhaltlich bewegt sich das Ganze zwischen kritisch-wissenschaftlicher Auseinandersetzung zu den Themen Upcycling und Nachhaltigkeit und der spielerisch-künstlerischen Darbietung verschiedener Upcycling-Unternehmen und Erfahrungsberichten von Menschen, die sich auf diesem Gebiet engagieren.

Workshops: In Workshops werden unter Anleitung von Institutionen und Upcycling-Firmen postapokalyptischer Schmuck aus Abfällen des Festivals hergestellt, alternative Geschenkverpackungen entworfen oder aus alten LKW-Planen Etuis gefertigt.

Filme: In Zusammenarbeit mit dem Sweetsixteen-Kino im Depot werden die Filme Machines und Das System Milch gezeigt. Es geht um die unmenschlichen Zustände in Teilen der indischen Textilindustrie und um das Big Business rund um den gefragten Rohstoff Milch.

Das Trash-Up-Festival läuft am Samstag (11.11.) von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag (12.11.) von 11 bis 18 Uhr im Depot an der Immermannstraße 29. Das Tagesticket kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro Im Eintrittspreis sind alle Angebote enthalten. Das komplette Programm gibt’s online unter:
www.trashup-dortmund.de
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