Hammer-Hinterhalt

Urteil gefällt im Prozess um versuchten Mord an Lehrer

Im Mai 2019 haben sich drei Schüler verabredet, einen Lehrer einer Dortmunder Schule mit einem Hammer zu erschlagen. Nun wurde im Prozess gegen sie das Urteil gesprochen.
In diesem Garagenhof haben die Schüler einem Lehrer aufgelauert. © Stephan Schütze (Archiv)

Anfang Mai haben drei Schüler (damals 16, 17 und 18 Jahre alt) den Lehrer Wolfgang Wittchow an der Martin-Luther-King-Gesamtschule in einen Hinterhalt gelockt, um ihn mit einem Hammer zu erschlagen. Der Fall erregte große Aufmerksamkeit und wurde vor dem Dortmunder Landgericht nicht-öffentlich verhandelt. Nun wurde das Urteil gesprochen.

Jugendstrafen und Sozialstunden

Der damals 16-jährige Haupttäter (heute 17 Jahre alt) wurde vom Landgericht wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. Er muss nun eine Jugendstrafe von drei Jahren absitzen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Sein damals 17-jähriger Begleiter (heute 18 Jahre alt) wurde ebenfalls für schuldig befunden. Er wurde wegen Beihilfe zum versuchten Mord zu 3 Wochen Dauerarrest in einer Jugendarrestanstalt und 100 Sozialstunden verurteilt.

Der dritte Angeklagte, zum Zeitpunkt der Tat 18 Jahre alt, ist in der Sache des versuchten Mordes an Wolfgang Wittchow nicht schuldig. Er sei aus freien Stücken von der Tat zurück getreten, so das Landgericht. Daher gehe er in dieser Sache straffrei aus.

Im Zuge des Prozesses wurde jedoch ein anderer Tatvorwurf gegen den 19-Jährigen mit verhandelt. Dieser Tat wurde er schuldig gesprochen. Wegen Sachbeschädigung muss er ein Wochenende im Jugendarrest verbringen und 50 Sozialstunden ableisten.

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