Urteilstermin verschoben: Entscheidung im „Pfarrhaus-Prozess“ erst im Dezember?

Landgericht Bochum

Neue Verzögerungen im Prozess um die Pfarrhaus-Einbrüche in Haltern am See, Dortmund und Castrop-Rauxel. Der Urteilstermin wurde verschoben. Was die Verteidiger nun vor haben.

Bochum/Dortmund/Haltern/Castrop-Rauxel

, 06.11.2019, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urteilstermin verschoben: Entscheidung im „Pfarrhaus-Prozess“ erst im Dezember?

Die Angeklagten beim Prozessauftakt im Februar 2019. © Werner von Braunschweig

Im Prozess gegen die drei mutmaßlichen Mitglieder einer Profi-Einbrecherbande, die auch in Pfarrhäusern in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel auf Beutezug gegangen sein soll, haben die Verteidiger neue Beweisanträge gestellt.

Nachdem die Staatsanwaltschaft vor einer Woche Haftstrafen bis zu zwölf Jahren beantragt hatte, waren am Mittwoch die Plädoyers der Verteidiger erwartet worden. Jetzt läuft aber wohl alles auf ein frühestmögliches Urteil am 9. Dezember 2019 hinaus.

Die Verteidiger zielen mit ihren Beweisanträgen vor allem gegen die drohenden Verurteilungen im Fall eines Raubüberfalles auf eine 84-jährige Hausbesitzerin in Mülheim an der Ruhr ab. Dazu sollen nun noch mehrere Polizeibeamte aussagen.

Der Hauptangeklagte hatte zuletzt einige Taten eingeräumt, die Mitangeklagten dagegen schweigen. Stand jetzt sollen an zwei weiteren Verhandlungstagen noch Zeugen gehört werden.

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Die Staatsanwaltschaft sieht das Trio bei Einbruchscoups in Pfarrhäusern in Dortmund (St. Urbanus) und Castrop-Rauxel (St. Lambertus) als überführt an. Im Fall des Überfalls in St. Sixtus in Haltern dagegen nicht. Von ursprünglich 32 Taten droht dem Hauptangeklagten in mindestens zwölf, seinem mitangeklagten Sohn in sechs und der angeklagten Frau in fünf Fällen eine Verurteilung.

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