Vandalismus am Phoenix-See sorgt für Dunkelheit

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Seit einiger Zeit gibt es am Phoenix-See Beleuchtungsausfälle. Grund dafür ist unter anderem Vandalismus. Doch nicht nur deswegen bleiben manche Stellen im Dunkeln.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 27.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Phoenix-See hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit den Beleuchtungsanlagen. Eine davon ist schon mehrere Jahre ein Problemfall für die DEW21 – diesen Winter müssen die Besucher des Sees an zwei Stellen ohne Beleuchtung auskommen.

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Vor allem die LED-Beleuchtung an der Brücke, die über den Zulauf des Sees im Osten führt, sorgt für Probleme. „Eine Reparatur ist aktuell nicht mehr möglich, da für die installierten LED-Streifen keine Ersatzteile mehr verfügbar sind“, sagt Ole Lünnemann, Sprecher von DEW21. Seit 2013 sind an den Handläufen der Brücke LED-Streifen installiert – diese Beleuchtung hielt jedoch nie lange.

LED-Beleuchtung wurde ständig gestohlen

„Diese LED-Streifen wurden seit der Installation immer wieder gestohlen“, sagt Lünnemann. „Dadurch kam es zu Teil- beziehungsweise Komplettausfällen der Geländerbeleuchtung, die immer wieder repariert wurde.“

Nun sind der DEW21 die Ersatzteile für die LED-Module ausgegangen. Seit wenigen Wochen kann die Beleuchtungsanlage an der Brücke gar nicht mehr repariert werden.

Vandalismus am Phoenix-See sorgt für Dunkelheit

Hier sind die LED-Module an der Brücke noch vor Ort... © Alexandra Wachelau

Nun wird nach einer Lösung gesucht. Laut Lünnemann hat die „Konsortium Straßenbeleuchtung Dortmund“ (Strabeldo) bereits einen passenden Ersatz gefunden. Dabei wurde nicht nur auf die gängigen Sicherheitsvorkehrungen geachtet: Die neuen Module seien außerdem besonders widerstandsfähig und damit besonders sicher vor Vandalismus.

Vandalismus am Phoenix-See sorgt für Dunkelheit

...an vielen Stellen sind allerdings nur noch Kabel zu sehen. Erst im nächsten Quartal, voraussichtlich Anfang 2020, wird die Brücke wieder beleuchtet sein. © Alexandra Wachelau

Dass dies allerdings nötig sein musste, ist eine Neuheit für die DSW21. „Es gibt an einigen wenigen Stellen Geländerbeleuchtung in Dortmund. Auch dort kam es vereinzelt zu Vandalismus“, so Lünnemann. Laut Lünnemann habe die Situation am Phoenix-See erst die Anschaffung dieser neuen Module notwendig gemacht.

Lünnemann betont jedoch, dass sich die DEW21 ohnehin nach neuen Modulen umsehen musste: „Die alten werden generell nicht mehr geliefert, daher haben wir uns für eine sicherere Variante entschieden“, sagt er.

Neue Installation im ersten Quartal 2020

„Mittlerweile liegt der Stadt Dortmund als Eigentümerin der Beleuchtung ein Angebot vor“, sagt Lünnemann. Die Neuinstallation sei voraussichtlich für das erste Quartal 2020 geplant.

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Die Baumbeleuchtung auf dem Hörder Burgplatz ist in der letzten Zeit ebenfalls häufiger ausgefallen. Das hat jedoch einen ganz anderen Ursprung: „Durch das Wurzelwachstum wurden die Lampentöpfe nach oben gedrückt, was zum Teil zu Ausfällen der Beleuchtung geführt hat“, sagt er.

Vandalismus am Phoenix-See sorgt für Dunkelheit

Einige Bodenleuchten wurden durch das Wurzelwerk der Bäume hochgedrückt und funktionieren nicht mehr. Die StraBelDo hat eine Konstruktion ausgearbeitet, die das in Zukunft verhindern soll. © Alexandra Wachelau

Auch hier hat die Strabeldo eine Ersatzkonstruktion ausgearbeitet, auch diese wird voraussichtlich im Frühjahr des nächsten Jahres angefertigt. Die Verkehrssicherheit der Besucher wird durch die bis dahin fehlenden Lichtquellen, so versichert Lünnemann, nicht gefährdet: „Es handelt sich in beiden Fällen um rein dekorative Beleuchtungsanlagen.“

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