Der über 40 Jahre alte Wohnwagen wurde von Randalierern einfach auf eine Straße gekippt. © Grote
Sachbeschädigung

Vandalismus in Dortmund: Trend im zweiten Pandemie-Jahr wohl gestoppt

In den vergangenen Wochen sind mehrere schwere Fälle von Vandalismus in Dortmund aufgefallen. Die Polizei teilt mit, wie sich die Fallzahlen in diesem Bereich entwickeln.

Ein Wohnwagen ist in Aplerbeck auf die Seite geworfen worden, im Freibad Wellinghofen haben Unbekannte zwei Kühlschränke, einen Staubsauger und andere Gegenstände ins Schwimmbecken geschmissen. Auf dem Abenteuerspielplatz in Scharnhorst wurde außerdem ein Brand gelegt und mehrere Pferde und Hühner sind mit Farbe besprüht worden. Alles innerhalb von drei Wochen.

Polizeipräsident Gregor Lange hatte bei der Veröffentlichung der Kriminalstatistik im März gesagt, dass gestiegene Fallzahlen von Sachbeschädigungen womöglich mit der Corona-Pandemie zusammenhängen könnten. Weil viele Freizeitaktivitäten nicht möglich waren, seien wohl mehr Menschen zu Vandalismus verleitet worden.

Negative Entwicklung im ersten Halbjahr gestoppt

In den vergangenen Monaten ist laut Polizei aber kein weiterer Anstieg solcher Taten erkennbar. Im ersten Halbjahr 2021 sind 2789 Fälle von Sachbeschädigungen in Dortmund verzeichnet worden. Das sind knapp mehr als 2019 (2716), aber deutlich weniger als im vergangenen Jahr (2960).

Im ersten Corona-Jahr hat es insgesamt zwar die meisten Sachbeschädigungen seit 2016 gegeben. Die 6301 Taten waren aber deutlich weniger als die 9329 im Jahr 2009. Ein Drittel der bekannten Verdächtigen des aktuellen Jahres ist übrigens zwischen 14 und 20 Jahren alt - und 23 von 615 Verdächtigen sind älter als 60.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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