Vater soll Stieftochter über 500 Mal missbraucht haben

Prozessauftakt

Unfassbare 532 Mal soll sich ein 36-jähriger Vater aus Dortmund an seiner minderjährigen Stieftochter vergangen haben. Regelmäßig bis hin zum ungeschützten Geschlechtsverkehr. Seit Dienstag wird dem mutmaßlichen Kinderschänder am Dortmunder Landgericht der Prozess gemacht.

DORTMUND/SCHWERTE

von Von Werner von Braunschweig

, 15.03.2011, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anschuldigungen wertete der Mann als Racheaktion und Retourkutsche für erlittene Bestrafungen. Die Stieftochter lebt bereits seit Anfang 2008 nicht mehr in der Familie. Ein halbes Jahr nach dem Auszug hatte sich die Schülerin einer Freundin anvertraut und kurz danach Strafanzeige erstattet. Laut Anklage soll der Vater die Stieftochter (heute 17 Jahre ) zwischen den Jahren 2000 und 2008 immer wieder sexuell bedrängt und schwer missbraucht haben. Passiert sein sollen die Taten auf dem Fußboden des Kinderzimmers und im Flurbereich der jeweiligen Familienwohnungen.

Fakt ist: Der Angeklagte und seine Familie - zwei leibliche Kinder und zwei Stiefkinder - beschäftigen das Jugendamt und die Justiz bereits seit Jahren. Alle vier Kinder sind den Eltern inzwischen weggenommen worden und leben woanders. Bei einem Mädchen und einem Jungen gab es schon vor Jahren schwere Misshandlungsvorwürfe gegen die Eltern. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, weil nicht zweifelsfrei nachweisbar war, wer von den Eltern für die Misshandlungen verantwortlich gewesen ist. Ein Junge im Säuglingsalter hatte damals zwei Rippenbrüche erlitten und soll zudem geschüttelt worden sein. Bei einem Mädchen waren deutliche "Striemen am Po" festgestellt worden. 

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