Veinbarung soll Schulplätze in Schwerte auch für Dormunder Kinder garantieren

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Nach langem Ringen soll es nun doch eine Schulvereinbarung zwischen Dortmund und Schwerte geben, um Dortmundern den Besuch auf Schwerter Gymnasien zu ermöglichen. Doch es gibt eine Hürde.

Dortmund, Schwerte

, 05.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Unmut war groß nachdem Kindern aus dem Dortmunder Süden, die nahe der Schwerter Stadtgrenze wohnen entgegen alter Gewohnheit einen Platz an einem Schwerter Gymnasium verwehrt worden war.

Um eine klare Regelung zu finden, forderte die Dortmunder Politik eine Beschulungsvereinbarung zwischen den beiden Städten als Schulträger. Doch in Schwerte tat man sich schwer damit, forderte sogar Ausgleichszahlungen für jedes aufgenommene Dortmunder Kind.

Entwurf ist ausgehandelt

Jetzt ist aber eine Lösung in Sicht. Man habe den Entwurf einer Beschulungsvereinbarung mit der Stadt Schwerte ausgehandelt und auch mit der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt, teilte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger am Dienstag (3. September) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands in Dortmund mit.

Damit sei die Grundlage dafür geschaffen, dass künftig Kinder aus Dortmund Schwerter Kindern gleichgestellt werden - ohne finanziellen Ausgleich. Schulkinder aus beiden Städten hätten dann den gleichen Status und könnten nicht mehr aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden.

Der Kreis der Kinder, die davon profitieren sollen, ist allerdings überschaubar. Die Vereinbarung soll es Kindern der Höchstener Grundschule und der Eintracht-Grundschule in Holzen, am Friedrich-Bährens-Gymnasium oder Ruhrtal-Gymnasium in Schwerte aufgenommen zu werden, erläuterte Schneckenburger. Gesamtschulen sind von der Vereinbarung aus Kapazitätsgründen ausgenommen. Der Entwurf sieht zunächst eine Laufzeit von fünf Jahren ab dem nächsten Schuljahr 2020/21 vor.

Politik muss noch zustimmen

Die Schulvereinbarung sei „ein Erfolg für die Eltern aus Holzen und Höchsten, über den ich mich sehr freue“, erklärte Daniela Schneckenburger. „Jetzt kann der westfälische Schulfrieden eintreten.“

Einen großen Vorbehalt gibt es allerdings noch: Die Räte in beiden Städten müssen der Vereinbarung noch zustimmen.

Für Dortmund steht das nicht in Frage, nachdem vor allem die Politiker im Schulausschuss eine Schulvereinbarung gefordert hatten.

In der Schwerter Politik ist das Vorhaben allerdings sehr umstritten. Man verweist unter anderem auf die Kapazitätsengpässe an den Gymnasien der Stadt.

In Schwerte entscheidet der Rat am 25. September über die Schulvereinbarung, in Dortmund tagt der Rat einen Tag später.

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