Verdächtiges Pärchen aus U-Haft entlassen

Brand an der Lortzingstraße

Die Ermittlungen zum Wohnungsbrand an der Lortzingstraße haben eine überraschende Wende genommen: Das Pärchen, was anfangs unter dem Verdacht des versuchten Mordes stand, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Bei dem Feuer am 10. März war der 75-jährige Bewohner schwer verletzt worden.

DORTMUND

, 10.03.2015, 19:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wichtigste im Überblick: 

  • Bei einem Wohnungsbrand an der Lortzingstraße ist am Dienstagabend (10. 3.) der 75-jährige Bewohner schwer verletzt worden. Er und sein Hund konnten von der Feuerwehr gerettet werden.
  • Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer im Wohnzimmer der Dachgeschosswohnung gelegt worden. Zwei Brandherde würden einen technischen Defekt nahezu ausschließen, so die Staatsanwaltschaft.
  • Die Polizei hatte noch am Dienstagabend ein tatverdächtiges Pärchen festgenommen, das kurzzeitig bei dem 75-Jährigen gewohnt haben soll. Ihnen wurde vorgewurfen, die Wohnung des Renters in der Nordstadt angezündet zu haben.
  • Gegen den 24-Jährigen und seine 26 Jahre alte Freundin wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.
  • Die Tatverdächtigen wurden am Freitag (13. 3.) aus der Untersuchungshaft entlassen - ein Gutachten hat ergeben, dass ein vorsätzlich gelegter Brand nicht nachgewiesen werden kann.

Aktualisierung Dienstag (17. 3.), 13.15 Uhr:

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung schreiben, ist das tatverdächtige Pärchen bereits am Freitag (13. 3.) aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Gutachten eines Brandsachverständigen habe ergeben, "dass eine vorsätzliche Brandlegung nicht nachgewiesen werden kann", heißt es.

Nun ermittelt die Polizei weiter - wegen des Verdachtes der fahrlässigen Brandstiftung. Den Hinweis auf das Paar hatte das 75-jährige Opfer selbst geliefert.

Aktualisierung Mittwoch (11. 3.), 17.55 Uhr:

Soeben haben Staatsanwaltschaft und Polizei mitgeteilt, dass Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen das Pärchen erlassen wurde. Am Mittwoch waren der 24-Jährige und seine 26 Jahre alte Freundin dem Haftrichter vorgeführt worden. Sie sollen die Dachgeschosswohnung eines 75-Jährigen in der Nordstadt angezündet haben, weil dieser sie nicht mehr bei sich wohnen lassen wollte.

Aktualisierung Mittwoch (11. 3.), 11.11 Uhr:

Staatsanwaltschaft und Polizei haben eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Darin heißt es, dass der 75-Jährige dem Pärchen kurzzeitig Unterschlupf in seiner Wohnung gegeben hat. Nachdem der Senior das Pärchen dann wieder der Wohnung verwiesen habe, soll das Pärchen das Feuer gelegt haben. Laut Feuerwehr brannte das Inventar des Wohnzimmers "in voller Ausdehnung".

"Die beiden Tatverdächtigen werden zurzeit noch vernommen", sagte Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel auf Anfrage unserer Redaktion. Alle Indizien würden zurzeit auf Brandstiftung hindeuten. So habe es in der Wohnung zwei Brandherde gegeben, was einen technischen Defekt beinahe ausschließe, so Schulte-Göbel. Die beiden Tatverdächtigen sollen im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. 

Der 75-jährige Wohnungsinhaber wurde am Dienstag mit leichten Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr rettete auch seinen Hund vor den Flammen. Den Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf rund 50.000 Euro.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Dachgeschosswohnung in der Nordstadt brennt aus

An der Lorzingstraße ist am Dienstagabend eine Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus ausgebrannt. Die Mordkommission ermittelt.
11.03.2015
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Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Der Einsatz zog viele Schaulustige an.© Foto: René Werner / IDA News
Ein Hund wurde aus dem Haus gerettet.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Ein Hund wurde aus dem Haus gerettet.© Foto: René Werner / IDA News
Die Feuerwehr rückte mit 45 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen.© Foto: René Werner / IDA News
Die Spurensicherung der Polizei untersuchte anschließend die Brandstelle.© Foto: René Werner / IDA News
Die Spurensicherung der Polizei untersuchte anschließend die Brandstelle.© Foto: René Werner / IDA News
Die Spurensicherung der Polizei untersuchte anschließend die Brandstelle.© Foto: René Werner / IDA News
Die Spurensicherung der Polizei untersuchte anschließend die Brandstelle.© Foto: René Werner / IDA News
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Aktualisierung Mittwoch (11. 3.), 9.25 Uhr:

Die Polizei hat die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft übergeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 75-jährigen Mann. Die Tatverdächtigen sind wesentlich jünger: 23 und 26 Jahre alt. Dabei soll es sich um ein Pärchen handeln, sagt Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel. Wie schwer der 75-Jährige verletzt wurde, ist noch unklar. Weitere Informationen will die Staatsanwaltschaft in Kürze veröffentlichen.

Erstmeldung Dienstag (10. 3.), 19.37 Uhr:

Nach Informationen der Feuerwehr musste eine verletzte Person aus der Dachgeschosswohnung ins Krankenhaus gebracht werden. Über die Schwere der Verletzungen und zur Person konnte die Leitstelle der Feuerwehr am Dienstagabend noch keine Angaben machen. 

Nach ersten Erkenntnissen ist das Feuer an der Lortzingstraße gelegt worden. Die Polizei nahm während des Rettungs- und Polizeieinsatzes zwei Verdächtige fest. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Angaben zu den mutmaßlichen Tätern machte die Polizei bislang nicht. 

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit rund 15 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften ab ungefähr 18.50 Uhr vor Ort. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet. Die Ermittlungen zu dem Feuer dauern an.

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