Vergewaltigung im Lieferwagen - Anklage liest sich wie ein Albtraum

mlzSex-Verbrechen

Ein junger Mann aus Dortmund soll im Laderaum eines Kleinlasters über seine Ex-Freundin hergefallen sein. Der Prozessauftakt lief anders als geplant.

Dortmund/Hagen

, 07.11.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Anklage liest sich wie ein Albtraum: Vor rund anderthalb Jahren soll ein Dortmunder seine Ex-Freundin im Laderaum eines Lieferwagens vergewaltigt haben.

Es war der 4. Februar 2018, als er laut Anklage mit einem Kleintransporter zu seiner Ex-Freundin nach Hagen gefahren ist. Dort soll er so lange gehupt haben, bis seine frühere Partnerin zur Haustür kam.

Als sie ihm einen Kuss verweigerte, soll er sie verschleppt haben. Die Fahrt ging angeblich nach Dortmund – zu einem Parkplatz. Dort soll die Frau vergewaltigt worden sein.

Weil dabei auch ein Messer in Nähe gelegen haben soll, beträgt die Mindeststrafe im Falle einer Verurteilung drei Jahre Haft. Noch ist der 23-Jährige aber weiter auf freiem Fuß.

Zum Prozessauftakt am Hagener Landgericht blieb sein Platz auf der Anklagebank allerdings leer. Der 23-Jährige hatte sich gleich morgens über seinen Verteidiger krankgemeldet. So einfach wollten sich die Richter damit allerdings nicht zufriedengeben.

Sie forschten in der Dortmunder Praxis nach, die das Attest ausgestellt hatte. Dort war von Fieber, Durchfall und Magenproblemen die Rede. Die bescheinigte Verhandlungsunfähigkeit soll noch mindestens zwei Tage andauern. Der Prozess wird nun erst in der kommenden Woche starten.

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