Vergewaltigungsprozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Mögliche 70-fache Vergewaltigung

Der Prozess gegen den mutmaßlichen 70-fach-Vergewaltiger aus Lütgendortmund findet in weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nicht einmal die Anklageschrift wurde am Dienstag öffentlich verlesen. Auch die Angaben des Angeklagten zur Sache sollen Zuschauer am kommenden Verhandlungstag nicht zu hören bekommen.

DORTMUND

26.04.2016, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den 26-Jährigen wiegen schwer. Im August 2013 soll er eine Beziehung mit einem damals 13 Jahre alten Mädchen begonnen haben. Weil es offenbar schon vor dem 14. Geburtstag zu mindestens zwei sexuellen Kontakten kam, ist der Mann wegen zweifachen sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt.

Regelmäßige Sextreffen 

Auch später soll es regelmäßig zu Sextreffen in der Wohnung des Angeklagten in Lütgendortmund gekommen sein. Mindestens einmal pro Woche, hat die Schülerin bei der Polizei ausgesagt. Dabei gab sie auch an, dass sie dem Angeklagten früh mitgeteilt habe, dass sie das alles eigentlich nicht mehr wolle. Dieser habe sie jedoch geschlagen und anderweitig körperlich misshandelt und damit ihren Widerstand gebrochen.

Wenn die Zeugin im Prozess über die angeblich 70 Fälle der Vergewaltigung aussagen muss, wird auch dies mit ziemlicher Sicherheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen.

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