Vergleich abgelehnt: Signal-Iduna hat die besseren Karten als Jagdfeld

Millionen-Prozess am Landgericht

Die Dortmunder Signal-Iduna-Versicherung hat gute Aussichten, die 536-Millionen-Klage von Bauinvestor Anno August Jagdfeld abzuwehren. Das Landgericht machte dem Kläger am Donnerstag wenig Hoffnungen auf Erfolg. Einen Vergleichsvorschlag über 20 Millionen Euro lehnte Signal Iduna deshalb ab.

DORTMUND

15.12.2016, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Wir werden uns nicht vergleichen. Nicht auf 20, nicht auf zehn oder auch nur auf einen Euro“, sagte Signa-Iduna-Anwalt Lutz Aderhold im Prozess. Die Versicherungsgruppe sei guter Dinge, den Prozess komplett zu gewinnen. Da könne man aus Rücksicht auf die zahlreichen Versicherten nicht einfach so 20 Millionen Euro springen lassen.

Jagdfeld begründet seine enorme Schadenersatzforderung mit angeblich unrichtigen Angaben, die ein Berliner Rechtsanwalt im Zusammenhang mit der Neugründung des Berliner Hotels Adlon gemacht haben soll. Der Investor ist davon überzeugt, dass der inzwischen verstorbene Anwalt von Signal Iduna gezielt damit beauftragt wurde, eine „beispiellose Rufmordkampagne“ gegen seine Person loszutreten.

Der Vorsitzende Richter Willi Pawel erklärte jedoch nach vorläufiger Beratung durch die Kammer: „Wir gehen nicht davon aus, dass sich Signal Iduna die Äußerungen des Anwalts zurechnen lassen muss.“ Eine gezielte Kampagne müsse Anno August Jagdfeld überdies beweisen. Ein Urteil soll voraussichtlich erst im Sommer 2017 gesprochen werden.

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