Verhör auf dem Prüfstand

14.08.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hat die Dortmunder Kripo der mutmaßlichen Babymörderin Sabrina L. nach der Festnahme anwaltlichen Beistand verwehrt? Dieser Frage ist das Dortmunder Schwurgericht gestern nachgegangen.

Fakt ist: Die 27-Jährige hatte bei der Polizei ein Geständnis abgelegt, ohne dass ein Anwalt an ihrer Seite saß. Der Partner ihres jetzigen Verteidigers hatte sich zwar telefonisch aus Wesel gemeldet, als er den zuständigen Kripobeamten jedoch erreicht hatte, war die Vernehmung von Sabrina L. bereits beendet.

Vorwürfe will sich die Dortmunder Polizei in diesem Punkt nicht machen lassen. Schließlich habe man die 27-Jährige einwandfrei über ihre Rechte belehrt. Und sie habe damals keinen Anwalt gewünscht. Sabrina L. wird vorgeworfen, ihre drei Kinder Pascal, Chantal und Kevin erstickt zu haben. Der Prozess wird am 28. August mit weiteren Zeugenvernehmungen und dem Gutachten der psychiatrischen Sachverständigen fortgesetzt. jh

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