Clubgeschichte

Versteigerung des Marlene Bar-Inventars: „Das ist der komplette Wahnsinn“

Mit der Marlene Bar verschwindet ein beliebter Anlaufpunkt auf der Dortmunder Clublandkarte. Teilweise wird er aber weiterleben. Denn das Inventar des Clubs wurde mit großem Erfolg versteigert.
Viele Einrichtungsgegenstände der Marlene Bar werden für einen guten Zweck versteigert. © Marlene Bar

Anfang Juli hatte Inhaber Tobias Heitmann das Ende seiner Marlene Bar bekannt gegeben. Mit ihr stirbt auch ein Teil Dortmunder Clubgeschichte – aber nicht so ganz. Denn das Inventar der beliebten Bar wird in einigen Haushalten weiterleben. Schon kurz nachdem Heitmann das Ende der Marlene Bar bekannt gegeben hatte, erreichten ihn Fragen, was denn mit der Einrichtung geschehe?

Der Inhaber entschied sich, es zu versteigern und den Erlös dem Dortmunder Kinderschutzzentrum zu spenden. Knapp eine Woche hatten Interessenten Zeit, ein Erinnerungsstück zu ersteigern. Die schwarzweiße Leuchtschrift, die am Eingang der Bar hing, die Discokugel, die Pissoirs in Form von Mündern, der komplette Tresen der Bar – insgesamt 22 Teile kamen Online unter den Hammer.

„Damit habe ich nicht gerechnet“

Alles in allem kamen so rund 7400 Euro zusammen. Allein die Neon-Leuchtschrift „reality has no place in our world“ (zu deutsch: Realität hat keinen Platz in unserer Welt) war einem Käufer rund 1700 Euro wert. „Damit habe ich nicht gerechnet. Das ist der komplette Wahnsinn.“, sagt Heitmann. „Ein anderer hat über 900 Euro für eine Stehlampe ausgegeben. Er sagte, er habe seine Frau in der Bar kennengelernt.“

Nach dem Abzug von Steuern wird er dem Kinderschutzzentrum wohl 6000 Euro überreichen können, schätzt Heitmann. Er selbst, werde kein Erinnerungsstück behalten. „Ich erinnere mich lieber an die Abende zurück.“

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