An der Möllerbrücke und im Westpark feierten rund 150 Leute am Mittwochabend (2.6.) in den Feiertag hinein. Es kam zu Ruhestörungen und Randale. Die Polizei löste die Party auf. Zu sehen ist ein Archivbild. © Archiv Schaper
Ausgangssperre

Verstöße: Zu viele Menschen auf der Möllerbrücke und im Kreuzviertel

An der Möllerbrücke und im Kreuzviertel trafen sich am Freitagabend zu viele Menschen. Die Polizei nennt Zahlen. Ein Gastronom schildert seine Erlebnisse und zieht Konsequenzen.

Das gute Wetter und der Start ins Pfingstwochenende lockte die Dortmunder offenbar nach draußen. War andernorts in NRW schon die Außengastronomie geöffnet, da die Inzidenz stabil unter 100 liegt, mussten sich die Dortmunder mit Getränk und Essen zum Abholen begnügen.

Was am Freitagabend zum Problem wurde an der Möllerbrücke.

Bis zu 150 Menschen möllerten

Dort versammelten sich am Abend nach Angaben der Polizei bis zum 150 Menschen – zu viele, die sich außerdem nicht an die Corona-Maßnahmen hielten.

Die Abstände seien nicht eingehalten worden, sagt die Polizei auf Anfrage der Redaktion. Außerdem wurde gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen.

Eine Art Nebenschauplatz sei am gleichen Abend der Bereich um den Neuen Graben und das Café El Mundo gewesen. Unweit der Möllerbrücke sei es auch dort zu voll gewesen.

Stadtsprecher Michael Meinders sagt auf Anfrage der Redaktion, dass Ordnungsamt und Polizei kurz vor Beginn der Ausgangssperre einen Hinweis von Anwohnern erhalten hätten.

Der Inhaber, Marc-André Walter, gibt zu, dass es „immer mal wieder Probleme mit der 50-Meter-Regel“ gebe. „Ich sage jedem meiner Gäste, dass er 50 Meter wegbleiben soll.“

„Gestern gab es eine größere Ansammlung vor der Kreuzung“, sagt er. Erst seit gut einer Woche verkauft er Getränke außer Haus – „nach sieben Monaten Nichtstun.“

Gegen 21.30 Uhr, als der Gastronom die letzte Runde anbot, seien die Beamten vorbeigekommen. „Meine Schlange war gestern etwas länger, aber alles lief gesittet ab, alle trugen Masken“, versichert Marc-André Walter.

Etwa 20 Minuten später musste er nach Aufforderung durch die Beamten den Verkauf einstellen. „Man war bemüht, die Situation noch vor Beginn der Ausgangssperre aufzulösen“, sagt Michael Meinders.

An dem Abend habe es außerdem noch „das ein oder andere Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern“ vor Ort gegeben.

„Aus Protest habe ich heute nicht aufgemacht“, sagte der Inhaber des El Mundo dann am darauffolgenden Abend.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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