Verstorbener Politiker erhält erst jetzt eine Antwort der Stadt

mlzVerwaltung in Dortmund

Die Mühlen der Bürokratie mahlen manchmal langsam. In diesem Fall ging es um Bäume, die 2017 gefällt worden sind. Ob zurecht? Die Antwort der Verwaltung kam erst jetzt. Plus Entschuldigung.

Aplerbeck

, 05.10.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist ein wichtiger Grüngürtel, der das Industriegebiet Aplerbeck-Ost an der Schleefstraße von dem Wohngebiet im Bereich der Trapphofstraße trennt. Rund 800 Meter grüne Wand sind es vom Ravensweg im Süden bis hin zur B1 im Norden.

Für die Bewohner im Bereich der Trapphofstraße ist dieser Bewuchs Sicht- und Lärmschutz in Richtung Osten. Und hier sind im Jahr 2017 Bäume gefallen - und zwar nicht wenige.

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„Insbesondere im Bereich der Firmen interservice und Tintometer ist es zu großflächigen Abholzungen in diesem Frühjahr gekommen. Im Bereich der Firma Bauhaus gibt es schon längere Zeit große Lücken im Grüngürtel“, hieß es in einem Antrag des inzwischen verstorbenen Henning Müller-Späth.

Stadt bittet, den langen Bearbeitungszeitraum zu entschuldigen

Erst jetzt, mehr als drei Jahre später, kommt die Antwort der Stadt Dortmund – inklusive Entschuldigung von Stadtrat Ludger Wilde. „Der über die Maßen lange Bearbeitungszeitraum ist zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht mehr nachvollziehbar.“ Diese Zeitspanne stelle kein übliches Verwaltungshandeln dar. „Daher bitte ich, den langen Bearbeitungszeitraum zu entschuldigen.“

Und was war nun mit den Bäumen? Es brauchte keine Fällgenehmigung, da der Mindestdurchmesser, den es dafür braucht, nicht erreicht war. In der Zwischenzeit wird das Grün nachgewachsen sein. Lücken sind nicht zu entdecken.

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