Verwandlungen am Klavier

Constantin und Leonhard Bromba haben immer ein großes Publikum, wenn sie Klavier spielen. Die beiden Achtjährigen - zwei Brüder, die in Hattingen noch einen Drillingsbruder haben - haben noch drei Geschwister. Fast alle spielen Klavier und alle außerdem noch Geige.

24.11.2009, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Der 16-jährige Henry Wu aus Ratingen spielte Mozart, Chopin und Messiaen. <p></p> Schaper</p>

<p>Der 16-jährige Henry Wu aus Ratingen spielte Mozart, Chopin und Messiaen. <p></p> Schaper</p>

Am Wochenende war die Familie fast komplett beim 7. Westfälischen Klavier-Wettbewerb des Pianohauses van Bremen im Harenberg-Haus vertreten. Marlene Bromba (10) zeigte in einem Chopin-Walzer, wie viel Gefühl sie hat. Die Drillinge ließen u.a. Schumanns "Wilden Reiter" über die Tasten galoppieren.

Familiensache

"Aufgeregt waren wir schon", erzählt Constantin nach dem gelungenen Vortrag, und Leonhard zählt auf, wie sich die Familie auf den Wettbewerb vorbereitet hat. "Wir haben zu Hause zwei Klaviere, einen Flügel, ein Keyboard und eine Orgel." Gestern spielte dann die älteste Schwester Annabelle (11) Beethoven und Chopin.

Mehr als 80 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 19 Jahren spielten an zwei Tagen vor großem Publikum um 4500 Euro Preisgeld der Sponsoren. Auf hohem Niveau: Der von der Familie van Bremen liebevoll und familiär ausgerichtete Wettbewerb ist ein etablierter Landeswettbewerb mit hohem Renommee, der immer wieder neue Pianisten lockt. 60 Prozent waren neu dabei.

Beeindruckt war die Jury, in der auch Musikhochschul-Professoren saßen, von der technischen Souveränität und dem Ausdruck, mit dem schon Achtjährige Chopin und Tschaikowsky spielten. Konzertreife Vorträge boten die älteren Pianisten. "Das ist ein richtiger kleiner Künstler. Wie er mein Werk gespielt hat, war fantastisch", staunte Komponist Stefan Heucke über den 14-jährigen Martin Wiegel (3. Preis). Und auch darüber, wie perfekt Tobias Haunhorst (1. Preis) das Nocturne aus seinen "Nacht-Urnen" spielte und wie brillant seine "Verwandlung" bei Alicia Müller (2. Preis) klang. Zum ersten Mal saß der Komponist, für dessen Werk-Interpretation Sonderpreise ausgelobt waren, in der Jury.

Ein Komponist war auch unter den Pianisten: Petar Miocic (12) aus Dortmund bekam von der Jury eine lobende Anerkennung für das von ihm komponierte "The Love in my Heart". Die Sieger stellen sich Samstag (28.11.), 19.30 Uhr, beim Preisträgerkonzert im Harenberg-Haus vor. JG ww.vanbremen.de

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