Philipp Kremer führt einen Schuss mit dem sogenannten Distanzelektroimpulsgerät vor. © Stephan Schütze
Neue Ausstattung

Video: Polizei feuert erste Schüsse aus den neuen Elektro-Tasern

Ein Teil der Dortmunder Polizisten wird in den kommenden Wochen mit Elektro-Tasern ausgestattet. Im Video führt einer von ihnen vor, wie die Geräte mit den spitzen Elektroden funktionieren.

Als Ergänzung zu Schlagstock und Reizgas bekommen Dortmunder Polizisten nun testweise sogenannte Distanzelektroimpulsgeräte – umgangssprachlich Taser genannt. Bis zu acht Meter weit kann das gelbe Plastikteil zwei spitze Elektroden schießen, die mit Drähten mit der Pistole verbunden sind.

Die kleinen Pfeile sollen Winterjacken durchbohren können

Die Elektroden stechen oberflächlich in die Haut, sollen aber auch dicke Winterjacken durchbohren können, wie Projektleiter Bastian Marter am Freitag (15.1.) erklärte. Berühren beide Spitzen den Körper des Ziels, fließt mehrere Sekunden lang Strom, der die Muskeln lähmt.


Würde nur ein Pfeil den Körper treffen, kann der Stromkreis geschlossen werden, in dem die Polizisten die Plastik-Pistole am Körper aufsetzen. Bei gesunden Erwachsenen sei der Einsatz problemlos möglich und habe keine dauerhaften Folgen. Bei untergewichtigen Personen, Schwangeren oder Kindern würden die Geräte nicht eingesetzt, so Marter.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind allerdings nicht jedem Menschen anzusehen. „Das ist tatsächlich ein Problem“, sagte der Projektleiter. Diese Personen könnten aber auch mit dem Reizgas verletzt werden. „Nach jedem Realeinsatz wird ein Arzt hinzugezogen“, so Marter.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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