Zwei der drei jungen Männer, die sich hinter diesen selbst erdachten Kostümen verbergen, haben die Köpfe sogar selbst gebaut - aus Schaumstoff oder per 3D-Druck. © Kevin Kindel
Westfalenhallen

Video und viele Fotos: Die aufwendigsten Kostüme der Comic Con in Dortmund

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie sind wieder die Film-, Serien- und Gaming-Fans zur Comic Con nach Dortmund geströmt. Viele sind stundenlang gefahren, hier gibt‘s jede Menge Bilder.

Eine Streitaxt, eine Armbrust, verschiedene Messer und (Licht-) Schwerter, ein bedornter Baseballschläger und ein riesiger Hammer: Zu Veranstaltungen in den Westfalenhallen sind solche Gegenstände normalerweise nicht gern gesehen. Die „Comic Con“ bildet da eine Ausnahme.

1.000 Film-, Serien- und Gaming-Fans durften am Samstag (31.7.) zu der Messe – und viele von ihnen sind in ganz besonderen Kostümen aufgekreuzt, natürlich nur mit Attrappen von Waffen. Verschiedene Anime-Charaktere trafen auf Cruella de Vil aus Disneys 101 Dalmatiner, selbst erdachte Riesen-Stofftiere warteten in der Schlange neben einem Ghost Buster und Kylo Ren aus Star Wars.

Bevor sich die Türen öffneten, stand fast ganz vorne in der Schlange einer, der eine besonders weite Anreise hatte. Jeremy aus Belgien kam als Superheld Captain America von den Avengers, mit Schutzschild und Thors Hammer.

Fotostrecke

Comic Con in den Westfalenhallen

Als er über Facebook gesehen hat, dass das Event in Dortmund stattfinden würde, habe er sofort entschieden, ein Ticket zu kaufen: „Morgen wird es ausverkauft sein“, dachte er sich.

„Ich denke, so geht es allen hier“, sagte er auf Englisch: „Seit zwei Jahren hat es nichts gegeben. Jetzt brauchen wir so ein Event. Ich bin hier, um meine Freunde zu sehen.“

Der zweitbeste Ort, um US-Schauspieler zu sehen

Zweimal sei Jeremy schon in Dortmund bei der Comic Con gewesen. Er sagte: „Der beste Ort außer London, um US-Schauspieler zu sehen, ist hier in Dortmund. Jeder weiß das.“

Die Stargäste seien an diesem Wochenende für ihn aber gar nicht so interessant, erzählte der Belgier. Einige Menschen kennen wohl Christopher Lambert (Highlander) oder James Faulkner (Game of Thrones) – viele Gäste berichteten aber, dass sie sich viel mehr freuten, nach der Corona-Pause endlich wieder Gleichgesinnte zu treffen und ihre Kostüme zu präsentieren.

Besonders auffällig war dabei Lyka aus Solingen. Sie war als Hexenmeisterin aus dem Spiel World of Warcraft nach Dortmund gekommen – mit leuchtend grünen Haaren und riesiger lilafarbener Rüstung. Etwa 500 Stunden lang habe sie an dem Kostüm in der Lockdown-Zeit gearbeitet. „Es freut mich, wenn es anderen gefällt“, sagte sie fröhlich.

Die weiteste Anreise, von der unser Reporter vor Ort gehört hat, hatten Eva und Lisa aus Bayern. Sechs Stunden lang waren sie nach Dortmund gefahren, nur um einen Tag lang die Messe zu besuchen. Die scherzhafte Frage „Seid ihr eigentlich völlig verrückt?“ bejahten beide lachend: „Kann man so sagen.“ Nach der langen Pause hätten auch sie aber überhaupt nicht gezögert und sich sofort Tickets gekauft, erzählten sie.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
Zur Autorenseite
Kevin Kindel

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.