Mehrere Polizeiwagen standen am Donnerstagvormittag vor dem Landgericht. © Thomas Schulzke
Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Viel Polizei vor dem Landgericht – Aufruhr vor Neonazi-Prozess

Mehrere Polizeiwagen standen am Donnerstagmorgen vor dem Landgericht. Dort begann das Verfahren gegen zwei prominente Dortmunder Neonazis. Doch vor dem Start gab es Ärger.

Auf der hinteren Seite des Landgerichts Dortmunds, an der Hamburger Straße, standen am Donnerstagmorgen mehrere Polizeiwagen. Der Eingang wird immer dann genutzt, wenn höhere Sicherheitsanforderungen bei einem Prozess gelten.

„Die Polizei haben wir hinzugezogen, weil es im Vorfeld beim Einlass einen kleinen Aufruhr gab“, sagte Dr. Thomas Jungkamp, Sprecher am Landgericht Dortmund. Corona-bedingt müsse das Gericht Abstände gewährleisten. Man habe in diesem Prozess, bei dem zwei Neonazis angeklagt sind, bereits den großen Sitzungssaal gewählt, trotzdem stünden dann nur sieben Plätze zur Verfügung, so Jungkamp. Das habe für Unmut bei den Menschen, die gekommen waren, um den Prozess zu beobachten gesorgt. Die Polizei musste die Situation absichern.

Bekannte Dortmunder Neonazis

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten sitzen zwei prominente Dortmunder Neonazis auf der Anklagebank: Sascha Krolzig, Bundesvorsitzender der Partei die Rechte und einer der führenden Köpfe der Neonazi-Szene in Nordrhein-Westfalen. Sowie Christoph D., ebenfalls in der Partei „Die Rechte“ aktiv.

Krolzig war am 4. Juli dieses Jahres zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Er hatte in einer Kneipe Gäste rassistisch beleidigt und versucht, diese anzugreifen. Bereits in einem früheren Prozess war er wegen Volksverhetzung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

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