Viele Blutspender in Dortmund folgen Aufrufen: „Das ist Solidarität“

mlzKlinikum Dortmund

Das Klinikum Dortmund war vor kurzer Zeit noch äußerst dringend auf Blutspenden angewiesen. Dank großer Mithilfe hat sich die Lage beruhigt, eine Entwarnung kann das Team aber nicht geben.

Dortmund

, 30.03.2020, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte März hat das Team des Klinikums Dortmund händeringend Blutspender gesucht. „Wir sind dringend auf alle gesunden Spender angewiesen“, hieß es. In der Grippe-Saison gebe es grundsätzlich weniger mögliche Spender - aus Angst vor dem Coronavirus blieben zusätzlich viele fern.

Wer als Erstspender bei der Blutspende angerufen hat, dem wurde zunächst gesagt, man könne einfach vorbeikommen. In der vergangenen Woche hieß es dann vor Ort, der nächste mögliche Termin sei erst Anfang April verfügbar - mehr als zwei Wochen später.

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Viele Dortmunder sind also der Aufforderung gefolgt, Blut zu spenden. „Darüber sind wir sehr glücklich“, sagt Klinikum-Sprecherin Lisa Cathrin Müller. Im Schnitt brauche das Team 100 Spenden pro Tag, um die Patienten und umliegende Krankenhäuser zu versorgen.

„Diese Zahlen erreichen wir schon seit langem nicht mehr“, so Müller. Dank der Aufmerksamkeit durch die Medien in den letzten ein bis zwei Wochen habe man aber an einigen Tagen 120 bis 140 Spender verzeichnen und die Blutdepots auffüllen können.

Erneuter Engpass für April erwartet

„Dafür sind wir den Dortmundern mehr als dankbar – das ist wahre Solidarität“, so Müller: „Allerdings, mit steigenden Infektionsraten, erwarten wir in den nächsten Wochen erneut einen Rückgang der Spenderzahlen.“ Das könne dann ab Mitte April einen neuen Engpass bedeuten.

Die Blutspende an der Alexanderstraße 6-10 ist erreichbar unter Tel. (0231) 95 31 99 99.
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